Lesemonat April

Im April habe ich ein ganz tolles Buch gelesen und zwei Bücher, die mich zwar unterhalten haben, mir aber nicht ganz so gut gefielen.
Schön war, dass ich Anfang April ein verlängertes Wellness-Wochende mit meiner Mutter verbringen durfte, da ich sie sehr selten sehe. Das ist nunmal so, wenn man 500 Kilometer voneinander entfernt wohnt. Aber umso schöner war es, dieses tolle Wochenende mit ihr zu verbringen. ❤

Gelesen habe ich im April insgesamt drei Bücher, was, wie ich finde, nicht schlecht, aber auch nicht besonders viel ist. Insgesamt habe ich im April 1.072 Seiten gelesen, was auch nicht sehr viel ist.

Bücher, die ich im April gelesen habe:

12. Sarah Crossan, „Apple und Rain“ (320 Seiten |ebook) – 5/5
13. Sina Beerwald, „Kräherwald“ (304 Seiten | Taschenbuch) – 3/5
14. Hannah O’Brien, „Irisches Verhängnis“ (416 Seiten | Taschenbuch) – 2/5

Nachdem ich „Eins“ von Sarah Crossan innerhalb weniger Stunden verschlungen und geliebt habe, musste ich unbedingt „Apple und Rain“ lesen, als ich es in unserer Onleihe entdeckte. Es geht um Apple, deren Mutter sich schon früh aus ihrem Leben davonstahl, um in Amerika als Musicaldarstellerin Karriere zu machen. Apple wächst bei ihrer Grandma auf, hat ansonsten nur Kontakt zu ihrem Vater. Doch dann passiert es – Apples Mom taucht plötzlich wieder auf und möchte, dass Apple zu ihr zieht. Allerdings ist das nicht die einzige Überraschung, die auf Apple wartet.

Ich mochte das Buch, ich mochte es sehr. Es hat mir nicht ganz so gut gefallen wie „Eins“. Aber ich denke, das lag einzig und allein daran, dass mich „Apple und Rain“ stimmungsmäßig ziemlich heruntergezogen hat. Das machte es für mich etwas anstrengend, diese Geschichte zu lesen. Gefallen hat sie mir aber.

An „Kräherwald“ von Sina Beerwald hat mich der Umstand, dass es ein Regionalkrimi ist, anfangs etwas abgeschreckt. Andererseits hat mich dieser Krimi auch gerade deshalb interessiert, weil er in Stuttgart spielt und ich mal wieder etwas lesen wollte, was in meiner alten Heimat spielt. Ich fand „Kräherwald“ sehr spannend und ich habe viel über Stuttgart gelernt, was ich noch nicht wusste. Die Protagonisten fand ich allerdings etwas überzeichnet.

Auf „Irisches Verhängnis“, den ersten Band einer Reihe um Ermittlerin Grace o‘ Malley, habe ich mich sehr gefreut. Ich habe lange keinen Roman mehr gelesen, der in Irland spielt. Grace war mir anfangs auch sehr sympathisch. Allerdings hatte der Krimi meiner Meinung nach ein großes Manko: Die Privatangelegenheiten der Ermittlerin nahmen viel zu viel Raum ein. Die Ermittlungen selbst wurden immer mehr zu einer Nebensache. Das fand ich sehr schade.

Das war er also, mein Lesemonat April. Was habt ihr denn im April so gelesen?

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Behind the Screens #2

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Eine Aktion von Annabelle & Philip, (c) des Banners : book-walk

1. Wie war deine Woche?
Obwohl die Arbeitswoche ja nur vier Tage lang war, war sie irgendwie sehr arbeitsintensiv. Vermutlich, weil man die Arbeit, die wöchentlich anfällt, eben in vier Tage quetschen musste, anstatt fünf Tage zu haben.
Aber alles in allem war es eine schöne Woche. Am freien Montag habe ich „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek beendet. Warum ich dieses Buch in einem Rutsch lesen musste und es mich trotzdem nicht so vom Hocker gehauen hat, werdet ihr noch in einer Kurzrezension zu lesen bekommen.
Danach habe ich dann „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ von Kristina Pfister begonnen und das Buch hat mich ziemlich runtergezogen, puh. Gestern war dann ein sehr toller und auch sehr produktiver Tag. Heute früh habe ich endlich mit „Der Übergang“ von Justin Cronin begonnen, dem ersten Teil einer Trilogie.
Ich bin momentan circa auf Seite 50 und liebe es jetzt schon. Der Schreibstil und auch die bisherigen Perspektivenwechsel gefallen mir sehr. Ich hoffe nur, dass ich es schaffe, das Buch in zwei Wochen zu lesen, da ich es bei unserer eAusleihe ausgeliehen habe…

2. Gibt es Protagonisten, die du nicht leiden kannst? Was muss ein Protagonist tun, um sich bei dir so richtig unbeliebt zu machen?
Oh ja, die gibt es. Zuerst einmal fällt mir hier Mae aus „Der Circle“ ein. Wahrscheinlich soll das so sein, aber Mae konnte ich wirklich so gar nicht leiden. Man hatte durchweg das Gefühl, dass sie für die eigene Karriere „über Leichen“ geht. Sie empfand ihr soziales Umfeld, also ihre Eltern und die wenigen Freunde und Bekannten, die nicht beim Circle arbeiteten und die sie hatte, immer mehr als lästig. Mehr möchte ich jetzt nicht schreiben, da ich sonst spoilern würde. Mir war sie einfach durch die Bank weg unsympathisch.

Um sich bei mir so richtig unbeliebt zu machen, muss ein Protagonist immer nur auf sich fixiert sein, wobei ich das krasse Gegenteil auch schrecklich finde. Wenn ein Protagonist alles mit sich machen lässt, nur um es anderen recht zu machen oder sich sogenannten „Freunden“ oder Bekannten komplett unterordnet, bis zur Selbstaufgabe, finde ich das auch unglaublich schrecklich.

3. Was war dein Wochenhighlight?
Dass ich mir am Mittwoch spontan vier neue Bücher bestellt habe, von denen ich drei gestern bei der Post abholen konnte. Yay! Da eines aber noch fehlt, werde ich sie euch dann zeigen, wenn alle bei mir angekommen sind. Und dass gestern so ein richtig toller Tag war, inklusive Disney-Film-gucken am Abend.

Wie war eure Woche denn so? Und welcher Protagonist war euch in letzter Zeit so richtig unsympathisch?