[Rezension]: „Silver Linings“ von Matthew Quick

Lesegrund
Die Eltern meines Freundes hatten mir „Silver Linings“ glaube ich schon vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt und seitdem stand das Buch ungelesen um Regal. Ich hatte etwas Angst, dass es darin zuviel um American Football gehen würde. Außerdem hielt mich vom Lesen ab, dass ich die Verfilmung mit Jennifer Lawrence zuerst gesehen hatte und ich das erst eine Weile sacken lassen wollte, um mich dann ganz dem Buch – das schließlich zuerst da war! – widmen zu können.
Ja, das sind jetzt alles billige Ausreden, warum ich das Buch nicht früher schon gelesen habe, aber keine Lesegründe. Ahem. Ich wollte es unbedingt lesen, weil die Story so fantastisch klang und nachdem ich die Verfilmung gesehen hatte und begeistert war, wollte ich das Buch erst recht lesen!

Worum geht es?
Pat kommt nach einem langen Aufenthalt in der Psychatrie wieder nach hause und hat eigentlich nur eines im Sinn: Wieder mit Nikki, seiner Frau zusammenzukommen. Er zieht im Keller seiner Eltern ein, nimmt mehr oder weniger brav seine Medikamente, geht mit seinem Bruder zu Spielen der Eagles und treibt exzessiv Sport, damit Nikki wieder mit ihm zusammen sein will.
Bei einem Abendessen mit seinem besten Freund und dessen Frau lernt er Tiffany kennen, die verwitwet, sehr direkt, und genauso schräg ist wie er und die anfängt, ihm beim Joggen hinterherzulaufen…

Schreibstil
Zum Schreibstil kann ich nicht so viel sagen. Er hat mir gefallen und da das Buch aus Pats Sicht der Dinge geschrieben ist, passt der Schreibstil auch perfekt zu Pats Persönlichkeit und zu seiner oft doch ziemlich naiven Art.

Negatives
Da mich das Buch sehr überrascht und mir unglaublich gut gefallen hat, ist mir auch nichts Negatives aufgefallen. Der Klappentext verrät meiner Meinung nach einiges über Tiffany, was der Leser im Buch erst gegen Ende der Handlung herausfindet, das fand ich etwas schade. Aber das hat ja jetzt nichts mit dem Buch an sich zu tun.

Positives
Puh, alles? Ich weiß, ich wiederhole mich so langsam, da ich ja auch „Ohrfeige“ von Abbas Khider so gelobt habe, aber auch „Silver Linings“ ist ganz sicher eines meiner Jahreshighlights 2016. Ich kann gar nicht begreifen, wieso ich es nicht schon eher von meinem SuB befreit habe. Pat, Tiffany und Pats Mom waren mir so sympathisch. Andere Figuren, wie Pats Bruder oder seinen Vater mochte ich jetzt nicht so, weil sie Pat immer das Gefühl vermittelt haben, sich unterwürfig verhalten zu müssen, aber auch das fand ich gut.
Es hat riesigen Spaß gemacht, Pats Leben nach dem Psychatrieaufenthalt mitzuerleben und nach und nach, genauso langsam wie Pat, die Wahrheit über den Grund seiner Therapie und die Geschehnisse in der Vergangenheit zu erfahren.
Außerdem ist es wunderbar, dass es für Pat immer einen „Silberstreifen am Horizont“ gibt.

Fazit
Ein tolles Buch! Ich mochte den Protagonisten auf Anhieb, auch wenn ich ihn manchmal wirklich hätte schütteln können. Ich wüsste gerne, wie es Pat und seiner Famlie jetzt geht, ich hätte immer weiter lesen können.
Wer Familiengeschichten und Charaktere, die leicht skurril sind, mag, sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen!

Das Jahr des Taschenbuchs #05: Mai

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Quelle: Kielfeder

Und hier kommt er auch schon, diesmal ausnahmsweise wieder pünktlich: Mein Beitrag zum Jahr des Taschenbuchs für Mai.

Im Mai fand ich es auch überhaupt nicht schwer, mich zu entscheiden, welches Buch ich kaufen werde. „Schuld“ daran ist die liebe Kossi. Sie hat einen „Let’s read Vlog“ zu Joel Dickers „Die Geschichte der Baltimores“ gedreht. Ich habe dieses Video noch nicht ganz gesehen, da ich das Buch vermutlich auch noch lesen will und aber vorher nicht so viel darüber wissen will. Am Anfang des Videos hat Kossi allerdings über Joel Dickers erstes Buch, „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ berichtet und das hat mir so richtig Lust darauf gemacht, das Buch zu lesen.

Da ich es noch nicht besaß und es zufälligerweise erst vor kurzem als Taschenbuch erschienen ist, war klar, was mein Kauf für das Jahr des Taschenbuchs im Mai werden würde: „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker.

TaschenbuchMai

Es geht in diesem Roman um den berühmten Schriftsteller Harry Quebert, in dessen Garten die Leiche der vor 33 Jahren verschwundenen Nola gefunden wird, die einst Harrys Geliebte war.
Das hört sich schon einmal sehr gut an, finde ich, außerdem hat die liebe Kossi mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch auf alle Fälle lesen muss. Und zwar bald.

Das Jahr des Taschenbuchs #04: April

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Quelle: Kielfeder

Ich bin schrecklich spät dran, aber hier kommt er endlich: Mein Beitrag zu dem Taschenbuch, das ich mir im April gekauft habe.
TaschenbuchAprilEs handelt sich um „Das Orchideenhaus“ von Lucinda Riley. Ich muss euch jetzt mal etwas gestehen: Ich habe noch nie etwas von Lucinda Riley gelesen. Aber da meine Kolleginnen mich so unglaublich neugierig gemacht haben und so von Lucinda Rileys Büchern schwärmen, habe ich mir ihr – glaube ich zumindest- ältestes Werk einfach mal zugelegt und werde es auch demnächst lesen.

Ich bin schon sehr gespannt! Aber worum geht es?
Julia Forrester verbrachte als junges Mädchen viel Zeit bei ihrem Großvater, der ein bekannter Orchideenzüchter war. Viele Jahre später kommt Julia wieder zu dem Anwesen zurück und bekommt vom jetzigen Besitzer das Tagebuch ihres Großvaters überreicht.
Damit kommt Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur…

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und hoffe sehr, dass es mir gefallen wird.
Übrigens habe ich gerade erst bemerkt, dass man für die Aktion „Jahr des Taschenbuchs“ bei Petzi ein Formular gibt, in das man jeden Monat die Bücher, die man gekauft hat, eintragen kann. Das muss ich aus unerfindlichen Gründen völlig übersehen haben. Ich hoffe, ich kann das jetzt noch nachtragen.

Welche Bücher sind denn bei euch im April und im Mai auf euren SuB gewandert?

#Pfingstlesen_2016 – Tag 4

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Bildquelle: Bernd Kasper /pixelio.de

19:08 Uhr
Tja, da ist er auch schon wieder fast vorbei, der letzte Tag des Pfingstlesens. Schade! Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin tatsächlich etwas zum Lesen gekommen, was bei solchen Aktionen sonst eher selten ist… 😉

Ich weiß auch nicht, was ich zu meiner Entschuldigung hervorbringen soll…ich habe „Silver Linings“ begonnen? Im Ernst, ich kann es immer noch nicht fassen, dass dieses Buch so lange ungelesen auf meinem SuB lag. Warum??
Es ist witzig, es ist traurig, es macht einen nachdenklich und ich möchte nach jedem Kapitel wissen, wie es denn jetzt weitergeht. Kurzum: Es ist perfekt. ❤
Es beinhaltet nicht einmal so viel Infos über Football, wie ich befürchtet hatte. Ich liebe Pat und Tiffany jetzt schon abgöttisch und will nicht, dass ich irgendwann die letzte Seite dieses Buches lese.

Ahem. Kerstin hat in der Zwischenzeit natürlich wieder einige Fragen gestellt, die ich auch beantworten möchte:

Frage 8: Habt ihr einen Lieblingsautoren, der bei euch direkt zu Autobuy-Käufen führt?
Ehrlich gesagt: nein. Ich habe seehr viele Bücher von Tess Gerritsen, Terry Pratchett oder Stephen King. Aber ich muss nicht jedes Buch, dass aus der Feder dieser (und noch ein paar anderer) Autoren erscheint, sofort haben.

Frage 9: Habt ihr ein Lieblingsgenre?
Auch das kann ich wieder mit „nein“ beantworten. Ich lese gerne Krimis & Thriller, aber genauso Joung Adult und Jugendbücher aller Genres. Ich lese auch gerne Liebesromane, historische Romane, Fantasy, alles queerbeet. Was mir in die Finger kommt und mich interessiert.

Frage 10: Was sind bei euch No-Goes in Büchern?
Seitenlange Beschreibungen irgendwelcher Statuen oder Wanreliefe, wie es z. B. in „Der Name der Rose“ vorkommt. Da muss ich zugeben, habe ich ein paar Seiten überblättert, weil ich das zum Gähnen langweilig fand. Genauso schrecklich finde ich sinnlose Gewaltexzesse und Aneinnanderreihungen von Markenprodukten, wie es in „American Psycho“ der Fall war. Mir wird heute noch schlecht, wenn ich nur an dieses Buch denke.

So ihr Lieben, ich verziehe mich mal wieder auf die Couch und gucke, was Pat und Tiffany so machen…bis später!

Bisherige Statistik
Beendet:
„Abgründig“ von Arnaldur Indridason – (170 von 428 Seiten)
Gerade am Lesen:
„Silver Linings“ von Matthew Quick – ( Seite 200 von 342 Seiten)

#Pfingstlesen_2016 – Tag 3

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Bildquelle: Bernd Kasper /pixelio.de

13:13 Uhr

Na, seid ihr noch fleißig dabei? Es ist erstaunlich, aber neben ESC schauen und Diablo III zocken bin ich gestern Abend und heute früh tatsächlich noch dazu gekommen, etwas zu lesen. Heute früh habe ich, nachdem ich mal wieder viel zu früh aufgewacht bin, sogar mein Buch beendet.

Und dann fing es wieder an: Welches Buch lese ich als nächstes? Was muss die Auswahl auch immer so groß sein? Ich war auch mal wieder unglaublich un-entscheidungsfreudig und wusste nicht einmal, aus welchem Genre ich etwas lesen wollte. Ich habe mich inzwischen aber dann doch entschieden und zwar für“Silver Linings“ von Matthew Quick. Darauf freue ich mich schon sehr!

Kerstin hat inzwischen auch schon wieder eine neue Frage gestellt:
Frage 6: In welchem Roman würdet ihr gerne mal als Protagonist auftauchen?
Ich glaube, ich wäre furchtbar gerne mal Protagonistin in „Der Hobbit“ oder „Herr der Ringe“, aber erst zu dem Zeitpunkt, an dem im Auenland wieder Frieden herrscht. Ich stelle es mir dort wunderschön vor.

Gleich werde ich dann mit „Silver Linings“ beginnen. Ich melde mich später noch einmal.

16:40 Uhr
So, Kerstin hat inzwischen die nächste Frage gestellt:
Frage 7: Habt ihr einen Lieblingsverlag? Wenn ja, welchen?
Da kann ich ganz klar sagen – nein, ich habe definitiv keinen Lieblingsverlag. Es kann sein, dass ich von manchen Verlagen mehr Bücher besitze als von anderen, das ist klar. Aber es geht mir um den Inhalt der Bücher, um die Geschichten und nicht darum, in welchem Verlag sie erschienen sind.

Inzwischen bin ich bei „Silver Linings“ auf S. 30 angelangt. Ich habe die Verfilmung schon gesehen, von daher gehe ich nicht gänzlich unbedarft an dieses Buch heran, aber es ist zum Glück schon wieder eine ganze Weile her, seit ich die Verfilmung gesehen habe. Sie ist gut, aber ich würde das Buch gerne lesen, ohne die ganze Zeit den Film dabei im Kopf zu haben. Ich mag Pat. Was er da treibt, ist zwar etwas krank und auch ziemlich selbstzerstörerisch, aber ich mag ihn. Was er alles anstellt, nur um Nikki zurückzuerobern. Nur weiß Nikki noch nichts davon und ich glaube, wenn sie es mitbekommt, wird sie wahrscheinlich nicht so begeistert davon sein. Das Buch ist toll…ich lese dann mal weiter! 🙂

Bisherige Statistik
Beendet:
„Abgründig“ von Arnaldur Indridason – (170 von 428 Seiten)

#Pfingstlesen_2016 – Tag 1&2

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Bildquelle: Bernd Kasper /pixelio.de
Hier kommt endlich mein erster Beitrag zum #Pfingslesen_2016, das die liebe Kerstin von Wörterkatze initiiert hat. Schon als sie es vor einiger Zeit auf Twitter ankündigte, was ich Feuer und Flamme, da ich solche Lesemarathons liebe und es mir an Ostern aus Zeitgründen leider nicht möglich war, am #Osterlesen_2016 mitzumachen.

Aaaber jetzt! Eigentlich wollte ich letzte Woche hier auf dem Blog schon eine Ankündigung machen, aber ich habe es dann scheinbar wieder verschusselt.

Die Aktion läuft von Freitag, dem 13. Mai bis einschließlich Montag, den 16. Mai.
Gestern Abend, nachdem ich zuhause war, eingekauft, gekocht und gegessen hatte, wollte ich mich zu euch allen gesellen. Allerdings bin ich gesundheitlich gerade etwas angeschlagen, deshalb habe ich gestern einen Tweet abgesetzt und grandiose 2 Seiten gelesen. Wohoo.

Ich gelobe Besserung. Gestartet bin ich in das #Pfingslesen_2016 mit „Abgründig“ von Arnaldur Indridason. Der Thriller spielt 2005 in Island. Ein Banker stürzt bei einem geschäftlichen Ausflug von einer Klippe und kurz darauf wird eine junge Frau von einem Schuldeneintreiber zu Tode geprügelt. Was das miteinander zu tun hat, darf nun Ermittler Sigurdur Oli herausfinden…
Dieses Buch habe ich mir letztes Jahr bei der Taschenbuchaktion von Thalia mitgenommen. Es ist der 10. Band einer Reihe, die ich bisher noch nicht kannte, aber ich kam trotzdem gut in die Handlung hinein. Bisher beigeistert es mich allerdings noch nicht soo sehr, vielleicht kommt das ja noch.

Tag 2, 18:20 Uhr:
Gestartet bin ich auf Seite 258. Ich habe bisher also genau 50 Seiten gelesen – was jetzt nicht wirklich viel ist. Mal schauen, ob ich das Buch heute noch beenden kann.
Wenn ich die Wäsche aufgehängt habe, geht es jetzt jedenfalls weiter auf S. 309.

Kerstin stellt uns auch immer wieder Fragen, die beantwortet werden können:
Frage 1: Mit welchem Buch beginnt ihr das #Pfingstlesen_2016?
Diese Frage habe ich oben schon beantwortet. 😉

Frage 2: Habt ihr euch ein Ziel für das #Pflingstlesen_2016 gesetzt? Was wollt ihr erreichen?
Ich möchte auf jeden Fall nach meinem aktuellen Buch noch ein anderes beginnen. Ein Ziel, was die gelesenen Seitenzahlen angeht, möchte ich mir nicht setzen. Ich will einfach Spaß haben, mit euch kommunizieren und vor allem – lesen!

Frage 3: Habt ihr schon einmal ein Buch gekauft, dass euch so nie in der Buchhandlung aufgefallen wäre, weil euch der Titel interessiert hat oder das Cover?
Ja, auf jeden Fall. Das war „Fangirl“ von Rainbow Rowell, das mich durch Cover und Titel magisch angezogen hat. Gelesen habe ich es allerdings immer noch nicht. Shame on me.
Falls ihr noch mitmachen möchtet, könnt ihr das gerne tun! Eine Teilnehmerliste findet ihr hier.

Diesen Post hier werde ich heute sicher noch ein paar Mal aktualisieren. Jetzt geht es erstmal mit „Abgründig“ auf die Couch.

Frage 4: Heute Abend ist auch der ESC in Stockholm. Wie haltet ihr es mit der Musik beim Lesen? Was für Musik hört ihr?
Gar keine. Wenn ich Musik hören würde, könnte ich mich nicht aufs Lesen konzentrieren. Deshalb habe ich heute Abend auch gezockt statt gelesen, während der ESC nebenher lief. Ahem.

Frage 5: Wenn ihr es euch zum Lesen gemütlich macht, was ist bei euch dabei?
Ein bequemer Leseplatz muss auf alle Fälle sein (außer, ich sitze im Zug, dann geht das natürlich nicht). Das ist bei mir das Sofa oder mein Bett. Früher war es mein Sitzsack, den ich ans Fenster in meinem Zimmer im Haus meiner Eltern gerückt hatte. Ansonsten gehört dazu etwas zu Trinken (Tee oder etwas kaltes zu Trinken, je nachdem) und ab und zu etwas zu Knabbern. Ich darf es mir aber zumindest abends nicht zu gemütlich machen, sonst schlafe ich ein.

Da es jetzt schon 1.24 Uhr ist, werde ich mich langsam auf ins Bett machen und da noch etwas weiterlesen.

Montagsfrage #24

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Die Montagsfrage findet ihr jeden Montag bei Svenja von Buchfresserchen.

Montagsfrage: Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension verfasst?

Ich habe gerade einmal nachgeschaut. Hier im Blog war der erste Post eine Rezension zu „Der Anschlag“ von Stephen King. Diese Rezension habe ich im Januar 2013 geschrieben. Da ich aber wusste, dass ich schon vorher Rezensionen verfasst habe, stöberte ich mal auf meinem Goodreads-Profil und siehe da:

Die erste Rezension habe ich zu „Wo warst du, Adam“ von Heinrich Böll im Mai 2011 geschrieben. Allerdings fielen meine Rezensionen damals noch sehr viel kürzer aus als heute. 😉