Neuzugänge #5

Kaum zu glauben, aber das hier ist erst mein fünfter Neuzugänge-Post. Der fünfte! Obwohl ich einige Monate keine Bücher mehr gekauft habe, bin ich wohl auf meinem Blog mit dem Vorstellen meiner Neuzugänge nicht wirklich hinterhergekommen. Vor allem die E-Books, die ich mir aus unserer eAusleihe geliehen und im April während meines Urlaubs oder Anfang diesen Jahres auch einfach mal so zwischendurch gelesen habe, wurden von mir so gar nicht hier erwähnt. Nun ja. Eendlich finde ich mal wieder Zeit, um hier zu posten. Über das lange Pfingstwochenende bin ich kaum zum Lesen gekommen, da ich ganz lieben Besuch hatte – der ging definitiv vor!

Da ich neben der Arbeit momentan auch noch eine Online-Weiterbilddung absolviere, bei der wir jede Woche eine neue Aufgabe gestellt bekommen, komme ich noch seltener zum Bloggen als sowieso schon. Und dann ist da ja auch noch dieses komische „real life“, der Haushalt und Zeit zum Lesen möchte man ja auch noch haben – sonst hat man ja nichts, worüber man auf seinem Bücherblog bloggen kann. 😉

Aber genug gejammert – ich hoffe, ein paar von euch lesen trotzdem noch gerne hier mit. Ich hatte schon länger vor, mir mal wieder einige Bücher in der Originalsprache (aka Bücher auf Englisch, da mein Kindergartenfranzösisch nicht ausreicht, um Bücher in dieser Sprache zu lesen) zu bestellen und im Mai trudelte dann auch endlich meine schon sehnlichst erwartete Bestellung bei mir ein.

SAMSUNGZusätzlich musste beim Geburtstagsgeschenke-Kaufen auch noch „Versehentlich verliebt“ von Adriana Popescu mit, da ich ab und zu sehr viel Sehnsucht nach Stuttgart und dem „Ländle“ habe. Ach und dann waren da noch die Bücher des „Krimi-Clubs“ in unserer Bücherei, die auf der Vorschlagsliste für den „Hansjörg-Martin-Preis“, einen Preis für Kinder- und Jugendkrimis, nominiert waren. Und sobald es umgearbeitet war, musste „Blind Walk“ sofort mit zu mir nach hause.

Aber genug gequatscht. Hier sind sie, meine Neuzugänge im Mai 2015:

auf Englisch:

SAMSUNG „Moon over Soho“ (Peter Grant #2) von Ben Aaronovitch
„Whispers under ground“ (Peter Grant #3) von Ben Aaronovitch
„Broken homes“ (Peter Grant #4) von Ben Aaronovitch
„Small Favour“ (Dresden Files #10) von Jim Butcher
„The miseducation of Cameron Post“ von Emily M. Danforth
„Fangirl“ von Rainbow Rowell
„Paper Towns“ von John Green
„Will Grayson, Will Grayson“ von John Green
„Someone like you“ von Sarah Dessen
„Warm Bodies“ von Isaac Marion
„Blaze (or love in the time of supervillains“ von Laurie Boyle Crompton

auf Deutsch:

„Blind Walk“ von Patricia Schröder
„Versehentlich verliebt“ von Adriana Popescu

Phew. Das war doch eine ganze Menge, die im Mai in meine Regale eingezogen ist. Jetzt haben meine Bücher auf jeden Fall auch die Bücherregale meines Freundes geentert und sich dort breit gemacht. Aber solange er sich nicht beschwert…
Ich kann gar nicht sagen, auf welche Bücher ich mich am meisten freue. Momentan lese ich schon eine ganze Weile an „Rivers of London“, dem ersten Band der „Peter Grant“-Reihe von Ben Aaronovitch, was aber nicht am Buch an sich liegt. Wahrscheinlich habe ich erst eine Weile gebraucht, bis ich wieder in einen englischen Text hineingekommen bin. Die wenige Zeit, die ich zusätlich zum Lesen hatte, sorgte dann dafür, dass ich das Buch mit in den Juni nehmen werde. Danach möchte ich „Blind Walk“ lesen, da ich sehr gespannt darauf bin, die Jugendlichen unseres „Krimi-Clubs“ es sehr mochten und ich es ja irgendwann wieder zurückgeben muss. Was ich danach lese, weiß ich noch nicht – sollte ich ein Buch eurer Meinung nach ganz dringend lesen? Dann her mit den Empfehlungen!

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag.

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[Rezension]: Gudrun Pausewang, „Die Wolke“

Die Wolke“ von Gudrun Pausewang

Zum Inhalt

Janna-Berta, ein 15jähriges Mädchen, sitzt in der Schule, als in Grafenrheinfeld die Sirenen losgehen. Anfangs glauben alle an einen Probealarm, doch dann werden alle Schüler nach hause geschickt. Im sehr nah gelegenen Atomkraftwerk ist ein Unfall passiert, was die meisten der Bewohner von Grafenrheinfeld dazu veranlasst, den Ort zu verlassen. Da Janna-Berthas Eltern in Schweinfurt sind und sie mit ihrem Bruder allein daheim ist, weiß sie nicht recht, was sie tun soll, entschließt sich letztendlich aber doch dazu, zu fliehen – mit dem Rad…

Meine Meinung zum Buch

Vor der eigentlichen Handlung befindet sich ein Gedicht gegen Atomkraft, das einen als Leser schon sehr nachdenklich macht (auch wenn man schon vorher nicht geglaubt hat, dass Atomkraft doch so „sauber“ sei). Danach wird man, wie Janna-Berta auch, förmlich in die Handlung „hinein katapultiert“, da der Alarm losgeht und alle Schüler nach draußen stürmen und sich anfangs noch über die schulfreie Zeit freuen. Doch spätestens, als die meisten Einwohner von Grafenrheinfeld den Ort verlassen, wir klar, wie ernst die Situation ist.

Beim Lesen dieses Buches ist es naheliegend selbst über Fragen nachzudenken, wie „Würdest du versuchen zu fliehen, oder würdest du es als sinnlos ansehen und bleiben? Wie würdest du mit der Situation umgehen? Wie ginge es dir, wenn ein SUPER-GAU in deiner unmittelbaren Nähe geschehen würde?“

Dieses Buch ging mir wie erwartet sehr an die Nieren. Ich für meinen Teil habe dadurch einen viel detaillierteren Eindruck der zu erwartenden Geschehnisse nach einem Atom“unglück“, wie es immer so schön heißt bekommen. Es hat mich auch sprachlos und wütend gemacht. Wütend auf all die Politiker, auf all die Menschen, die auch heute noch, nach Tschernobyl, nach Fukushima behaupten, Atomkraftwerke seien ja so sicher und der Atomstrom sei ja so sauber und vor allem billig.

Der Erzählstil von Gudrun Pausewang hat all das Leid, das hinterher entsteht, vor meinem inneren Auge zum Leben erwachen lassen. Für mich ist es sehr gut nachvollziehbar, warum dieses Buch viel in Schulen gelesen wird. Es müsste meiner Meinung nach noch viel mehr im Unterricht gelesen werden – ich habe es zum Beispiel in der Schule nicht gelesen. Vollkommen geschockt hat mich an diesem Buch das Ende – aber ich möchte hier natürlich niemanden spoilern!

Die Wolke“ hat mich sehr beeindruckt, nachdenklich gestimmt und meiner Meinung nach ein Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen.

Lesemonat April

Da ich im April Urlaub hatte und endlich einmal wieder mehr zum Lesen gekommen bin, dachte ich, ich zeige euch mal wieder, welche Bücher mich mehr oder weniger begeistert haben. In diesem Urlaub hatte ich Sonne, Strand und Meer, das sogar so warm war, dass man darin schwimmen konnte. Und auch wenn wir viele viele Ausflüge unternommen haben, habe ich die Zeit gefunden, einige E-Books zu lesen. Ich habe im April fast nur E-Books gelesen, da ich bei meinem schweren Koffer nicht auch noch Harcover, Paperbacks oder Taschenbücher mitschleppen konnte – dafür durfte mein Tolino Vision mit und hat mir gute Dienste geleistet.

Insgesamt habe ich im April acht Bücher gelesen:
10. Andreas Eschbach, “Time Out (Black Out #3) – 4/5 (ebook)
11. Jussi Adler-Olsen, “Erwartung (Sonderdezernat Q #5)” – 4/5
12. Tess Gerritsen, “Totengrund (Rizzoli & Isles #8) – 4/5 (ebook)
13. Tess Gerritsen, “Grabesstille (Rizzoli & Isles #9) – 4/5 (ebook)
14. Tess Gerritsen, “Abendruh (Rizzoli & Isles #10) – 4/5 (ebook)
15. Osman Engin, “Lieber Onkel Ömer” – 3/5 (ebook)
16. Harlan Coben, “Ich finde dich” – 1/5 (ebook)
17. Elizabeth Miles, “Im Herzen die Rache (Fury #1) – 3/5 (ebook)

Wie ihr an den Bewertungen schon sehen könnt, waren viele Bücher darunter, die mir ziemlich gut gefallen haben und ein echter Flop, von dem ich mir mehr versprochen hatte. Die „Black-Out“-Trilogie von Andreas Eschbach hatte ich schon im März angefangen zu lesen und war sehr begeistert davon. Besonders das Ende war…erschreckend. Eine tolle Jugendbuch-Trilogie, die einen spätestens nach dem Lesen dazu bringt, sich ernsthafte Gedanken über das Thema Überwachung zu machen. Den Urlaub habe ich unter anderem dazu genutzt, um mit der „Rizzoli & Isles“-Reihe von Tess Gerritsen auf den aktuellsten Stand zu kommen. Deshalb habe ich alle drei Thriller hintereinander weggelesen und es genossen, endlich wieder nach Boston zurückzukehren und Jane und Maura beim Ermitteln über die Schulter zu sehen. Es ist jedes Mal wieder wie ein „nach-hause-kommen“ für mich.

Überrascht hat mich „Im Herzen die Rache“, der erste Teil der „Fury“-Trilogie von Elizabeth Miles, denn den Inhalt der Bücher hatte ich mir ganz anders vorgestellt gehabt. Bei dem interessanten Plot und der Spannung und Gruselstimmung, die aufkam, habe ich mich nur zu gern überraschen lassen. Momentan lese ich den zweiten Teil der Trilogie.

Welches Buch mir so überhaupt nicht gefallen hat, war „Ich finde dich“ von Coben Harlan. Das Cover hat mich schon angesprochen, als es noch auf der Bestsellerliste stand und auch die Inhaltsbeschreibung klang interessant und vielversprechend. Doch den Inhalt fand ich sehr an den Haaren herbeigezogen, der Protagonist nervte mich irgendwann nur noch und dann war die Handlung auch noch so kompliziert, dass ich irgendwann völlig den Überblick verlor. Schade.