[Rezension]: Takashi Hiraide, „Der Gast im Garten“

„Der Gast im Garten“ von Takashi Hiraide

Dank vorablesen.de habe ich „Der Gast im Garten“ von Takashi Hiraide gewonnen und durfte das kleine Büchlein vorab lesen. „Büchlein“ schreibe ich deshalb, da ich überrascht war, was für ein hübsches, kleines Hardcover-Buch in meinem Briefkasten lag. Die Aufmachung gefiel mir aber sofort, man bekam gleich Lust, es zu lesen.

Darum geht es:

Ein Ehepaar lebt im Gartenhaus des viel größeren Hauses ihrer Vermieterin. Beide leben einen sehr einfachen, genügsamen Lebensstil. Er arbeitet als Lektor in einem Verlag, ist aber unzufrieden und möchte lieber, wie seine Frau auch, von Zuhause aus arbeiten. Das Paar lebt eher nebeneinander her als miteinander – bis sich eines Tages ein unerwarteter Gast in ihren Garten und bald auch in ihr Leben schleicht, der alles verändert.

Meine Meinung zum Buch:

Der Autor hat einen meiner Meinung nach sehr angenehmen Schreibstil, man „schlüpft“ förmlich in die Geschichte hinein und ist enttäuscht, wenn man daraus wieder auftauchen muss. Inhaltlich passiert in diesem Büchlein gar nicht so viel, viel Handlung ist nicht vorhanden, das braucht dieses Buch aber auch nicht. Es beschreibt das normale, eintönige Leben eines Paares, das schon lange zusammen ist. Eines Tages adoptiert der Nachbarsjunge eine ihm zugelaufene Katze, die schon bald auch den Garten der Vermieterin des Ehepaares erkundet und bald darauf auch deren Gartenhaus für sich erobert. Sie schleicht sich in das Leben des Paares, das daraufhin sichtlich aufblüht.

Schön fand ich aber, dass sich, als die Katze in das Leben des Paares tritt, nicht sofort alles in ihrem Leben zum Guten wendet. Die Anwesenheit der Katze sorgt dafür, dass die beiden Menschen sich wieder mehr aneinander annähern. Sie sorgt auch dafür, dass sie mutig genug werden, wichtige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und dass sie Schicksalsschläge, die sie hinnehmen müssen, nicht ganz so hart treffen.

Der Gast im Garten“ lehrt einen, dass es manchmal die ganz kleinen Dinge sind, die unser Leben wieder schöner machen und dass man glückliche Momente schätzen sollte, solange sie andauern.

Sehr schön und sehr gut zur Geschichte passend fand ich auch die Bilder von Quint Buchholz, mit denen das Büchlein illustriert ist. Sie fangen die Atmosphäre, der Erzählung perfekt ein und lassen einen die Geschehnisse noch plastischer erleben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

Hier vergebe ich 3 von 5 Sternen, da ich es mochte, es mich aber nicht restlos begeistern konnte.

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