Kleiner Jahresrückblick – Teil 2

So, lange genug hat es gedauert – hier kommt der zweite Teil meines kleinen Jahresrückblicks, der die zehn Bücher beinhaltet, die mich im Jahr 2014 am meisten beeindruckt oder berührt haben.

6) „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling:
Ich hatte Marc-Uwe Kling mal im Fernsehen gesehen und fand seine Geschichten über seine WG mit einem Känguru sehr, sehr witzig. Es ist einfach mal eine ganz andere Idee für Comedy. Etwas skeptisch war ich, als ich das Buch kaufte, schon, da ich nicht wusste, ob es nur so lustig ist, wenn der Autor sein Bühnenprogramm spielt oder ob es genauso witzig ist, wenn man es in Buchform liest. Nachdem ich das erste Kapitel gelesen hatte, kann ich sagen: Für mich funktioniert es in Buchform ebenso. Es ist zum totlachen, wie sich das Känguru Eier und Mehl und Milch usw. bei ihm borgt und am Ende in seiner Küche steht, um Kuchen zu backen. Und das ist nur ein Beispiel für eine Stelle, an der ich beim Lesen amüsiert vor mich hingekichert habe. Und das ist bei mir sehr selten. Ich kann dieses lustige Buch nur jedem empfehlen und werde mir auch die Nachfolgebände kaufen.

7) „Donnerstags im Fetten Hecht“ von Stefan Nink:
Bevor eine meiner lieben Kolleginnen mir dieses Buch ans Herz legte, kannte ich den Autor gar nicht. Darum geht es: Donnerstags treffen sich Siebeneisen, sein Kumpel Schatten und sein Kumpel Wipperfürth immer im „Fetten Hecht“, ihrer Stammkneipe, um Tipkick zu spielen. Bis Schatten mit einer großartigen Neuigkeit zu einem dieser Treffen kommt: Er hat 50 Millionen Euro geerbt. Diese werden ihm aber nur ausgezahlt, wenn er alle seine Miterben findet, die leider auf der gesamten Welt verstreut leben. Und so macht sich Siebeneisen auf die abenteuerlichste Reise seines Lebens auf…
Stefan Nink ist Reisejournalist und war an allen Orten, über die er in seinem Roman schreibt. Und das merkt man auch. Außerdem hat er einen genialen Humor. Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Handlung hineinzukommen, aber dann habe ich das Buch in einem Rutsch gelesen. Unvergessen bleibt mir auch die Lesung von Stefan Nink aus diesem Buch in unserer Bücherei. Es war eine sehr tolle Lesung, auf Stefan Nink dem Publikum erläuterte, wo in diesem Roman es sich um reale Erlebnisse handelt und was er wirklich frei erfunden hat. Lustige Reiseanekdoten erzählte er uns auch noch, was ich sehr toll fand.

8) „Blinde Vögel“ von Ursula Poznanski:
Ich hatte, bis ich „Blinde Vögel“ las, nur „Erebos“ von Ursula Poznanski gelesen, was ich sehr toll fand. Bei „Blinde Vögel“ handelt es sich um einen Facebook-Thriller für Erwachsene und um den zweiten Fall der Ermittlerin Beatrice Kaspary. Ich fand es sehr spannend, Teile der Handlung in Facebook-Posts dargestellt zu sehen, das tat der Spannung keinen Abbruch. Ein solider Thriller, der bis zum Schluss spannend war und die Idee mit den Facebook-Posts und -Kommentaren zwischen dem Fließtext war etwas Neues. Ich fand es sehr originell.

9) „Die Arena“ von Stephen King:
Die Kleinstadt „Chester’s Mill“ gerät von einem Moment auf den anderen in den Ausnahmezustand, da sich eine riesige Kuppel über die Stadt legt, die nicht durchbrochen werden kann. Niemand, der sich zu dem Zeitpunkt im Bereich der Kuppel aufgehalten hatte, kann diese verlassen und niemand von außerhalb der Kuppel kann sie betreten. Das Militär rückt an, um den Fall zu untersuchen, ist aber genauso ratlos wie die Menschen, die von nun an unter der Kuppel leben müssen. Was das bedeutet und was das für Auswirkungen für die Bewohner von Chester’s Mill hat, wird vielen von ihnen erst nach und nach klar…
Ein sehr spannendes Szenario, das Stephen King sich hier ausgedacht hat. Die vielen verschiedenen Figuren waren mir zwar nicht alle sympathisch, aber sie waren alle von Beginn an sehr interessant und plastisch dargestellt, das liebe ich an Büchern von Stephen King. Jeder hat sein kleines Geheimnis, es gibt zwar Menschen, die skrupellose Verbrecher oder gar Psychopathen sind, aber die Welt, die King erschaffen hat, ist nicht schwarz oder weiß, sondern besteht aus Graustufen. Das Einzige, was mich an diesem Buch gestört hat, war das Ende. Damit konnte ich mich nicht so recht anfreunden, das fand ich einfallslos. Im Moment bin ich dabei, Staffel 1 der Serie zu sehen, die sich vom Buch unterscheidet, aber meiner Meinung nach mindestens genauso gut ist.

10) „Die Game of Thrones“-Reihe bis Band 10 (in deutscher Übersetzung) von George R. R. Martin:
Ich glaube, dazu muss ich nichts sagen, oder? Ich liebe diese Reihe, ich liebe die Welt, die Herr Martin hier erschaffen hat, einfach. Es ist manchmal etwas unübersichtlich, aber dafür sind alle neuen Charaktere, die er nach und nach einführt, nicht weniger interessant als die „alten“, die man schon kennt. Nach Band 10 wurde ich wieder einmal mit einem Cliffhanger zurückgelassen und muss nun, bis ein neuer Band erscheint, um einige Figuren bangen, die ich mag, aber dafür lieben Fans diese Buchreihe doch, oder?

Welche Bücher, die ihr 2014 gelesen habt, haben euch denn besonders gut gefallen oder beeindruckt? Fandet ihr diese kurze Auflistung interessant?

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