Die berühmte Leseflaute

Ihr wundert euch vielleicht schon, warum es auf meinem Blog in letzter Zeit so ruhig geworden ist. Ich selbst finde das sehr schade, aber ich befürchte, das wird auch noch eine Weile so bleiben. Mir ist nicht die Lust an diesem Bücherblog vergangen – ganz im Gegenteil!- ich habe nur leider gar keine Zeit, Rezensionen zu verfassen, die schon längst auf dem Blog sein sollten, geschweige denn, andere Artikel zu verfassen. Ich komme in letzter Zeit nicht einmal mehr so wirklich dazu, zu lesen.

Grund dafür ist, dass in den nächsten zwei Wochen ein Umzug ansteht und zwar nicht in den Nachbarort, sondern 500 km weit entfernt. Ins Berufsleben starten werde ich dort dann auch, deshalb bin ich im Moment nur noch mit Planen, Organisieren und dem Packen von Kisten beschäftigt. Ob ich nach meinem Umzug sofort wieder einen funktionierenden Internetzugang haben werde, weiß ich auch noch nicht.

Ich hoffe also, ihr verzeiht mir die momentan herrschende Ebbe auf diesem Blog und freut euch, genau wie ich, auf die Zeit, in der ich hier wieder ganz anwesend sein kann.  🙂

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Dewey’s 24h Read-a-Thon

Es ist wieder soweit. Heute ist Dewey’s Read-a-Thon und ich werde zum zweiten Mal offiziell daran teilnehmen! Ich bin schon ganz gespannt und (wie eigentlich immer) nicht so wirklich vorbereitet. Tss. Ich werde mal schauen, wie lange ich heute lesen kann, allerdings werde ich, wenn ich zu müde werde, natürlich ins Bett gehen und morgen Vormittag einfach weiterlesen.

Offiziell startet der Read-a-Thon um 14 Uhr und geht bis Sonntag 14 Uhr, allerdings werde ich schon etwas früher anfangen. Davor habe ich allerdings noch ein bisschen was zu erledigen.

Ich melde mich dann, sobald es bei mir losgeht. Wie sieht es denn bei euch aus? Die liebe Julia ist ja schon seit Stunden fleißig dabei und wie sieht es bei dir aus, @_flauschball ? 🙂

14:30 Uhr

So, jetzt starte ich sogar später in den Read-a-Thon wie von den Initiatoren geplant, aber wichtige Dinge mussten zuerst noch erledigt werden. Aber jetzt habe ich endlich Zeit, um zu lesen! :)Draußen ist es übrigens kalt und nass – also genau das richtige Wetter, um sich drinnen einzukuscheln und zu lesen. Ich bin mit „Clockwork Prince“ noch lange nicht fertig und starte jetzt auf Seite 164/357.

Introductory Questionnaire:

1) What fine part of the world are you reading from today?
– Near Stuttgart, Germany
2) Which book in your stack are you most looking forward to?
– To „Dust and Shadow“ by Lindsa Faye or maybe to „Silber“ by Kerstin Gier.
3) Which snack are you most looking forward to?
– Chocolate! Or maybe some crisps, but I’ll eat both in the evening.
4) Tell us a little something about yourself!
– I’m Sarah, I’m 29 and this is my second try for the Read-a-Thon. I am feeling a bit guilty for not having started reading yet, because I was already awake at 7 a.m. this morning, but fell back to sleep. Well…
5) If you participated in the last read-a-thon, what’s one thing you’ll do different today? If this is your first read-a-thon, what are you most looking forward to?
I had to do so much before this Read-a-Thon started. And I hope I’ll finish more than one book. That would be so great. Well, we’ll see…now I can’t wait for finally start reading! 🙂

17:00 Uhr

Inzwischen bin ich auf Seite 181/357 angekommen – ich bin so langsam! So unglaublich langsam! Allerdings hing ich zwischendurch auch auf Twitter herum und habe noch den Trockner ausgeräumt. Wenn es so kalt ist wie heute, ist es echt toll, warme Handtücher zusammenzulegen. 😉
Jetzt stürze ich mich wieder auf mein Buch – es fängt nämlich wieder an, mir sehr zu gefallen und ich bin gerade so in der Handlung gefangen, das muss ich nutzen, bevor ich dann etwas zu Abend esse.

19:00 Uhr

Ich bin immer noch so langsam, obwohl „Clockwork Prince“ jetzt wieder sehr spannend geworden ist und inzwischen auch sehr viel passiert. Deshalb verstehe ich einfach nicht, warum ich so langsam vorankomme. Aber es macht sehr viel Spaß und das ist die Hauptsache. 🙂 Ich bin gespannt, ob ich heute schon ein Buch beenden kann und will jetzt nichts anderes tun als weiterlesen. Bis in zwei Stunden!

23:15 Uhr

Soviel zu „bis in zwei Stunden. Ich komme immer noch genauso langsam voran wie vorher, habe jetzt aber beschlossen, mich nicht mehr so sehr vom Internet ablenken zu lassen, was schon etwas hilft. Ins Bett verkrümeln werde ich mich aber nicht, da ich so langsam müde werde und dann wahrscheinlich sofort einschlafen würde. Mal schauen, ob ich morgen doch noch dazu komme, zumindest zu meinem zweiten Buch zu greifen – so ganz überzeugt davon bin ich noch nicht. Aber warten wir es mal ab.
S. 253/357 von „Clockwork Prince“

Sonntag, 13:00 Uhr

Jetzt ist es auch schon wieder 13:00 Uhr und der Read-a-Thon wird in einer Stunde schon zuende gehen. Ich habe es nicht einmal geschafft, ein Buch zuende zu lesen, denn ich denke nicht, dass ich mein Buch in der nächsten Stunde noch beenden werde. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich später angefangen habe als geplant und zwischendurch immer wieder abgelenkt war. Außerdem habe ich geschlafen, denn irgendwann fallen einem dann doch die Äuglein zu beim Lesen. Wenn mich mein Buch nicht so nerven würde, wäre ich vielleicht auch weiter gekommen. Nun ja. Ich melde mich in einer Stunde noch einmal. 🙂

S. 289/357 von „Clockwork Prince“

[Gelesene Bücher]: Lesemonat September

Meine Lesestatistik für den September kommt ziemlich spät, aber da ich im Oktober schon zwei Bücher beendet habe, musste ich mir erst wieder einmal ins Gedächtnis rufen, welche Bücher ich im September gelesen habe. Mit meinen Rezensionen hinke ich leider auch schändlich hinterher, ein paar wenige sind schon geschrieben und müssen nur noch gepostet werden, aber viele sind noch nicht einmal verfasst. Da ich in nächster Zeit vermutlich sehr wenig Zeit haben werde, habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, für manche Bücher nur Kurzrezensionen zu verfassen, damit ihr einen Eindruck habt, wie mir das Buch gefallen hat und ich Rezensionen wieder zeitnah online stellen kann.

Was haltet ihr denn von dieser Idee? Und aus welcher Intention heraus verfasst ihr eigentlich Rezensionen? Ich selbst verfasse schon seit Jahren für mich kleinere Rezensionen, einfach um später nachschauen zu können, worum es in einem bestimmten Buch genau ging und warum ich viel oder nicht so viel davon hielt. Seit ich meinen Bücherblog habe, verfasse ich Rezensionen natürlich auch aus der Intention heraus, vielleicht meinen Lesern einen Anhaltspunkt zu geben, ob sie bestimmte Bücher auch interessant finden könnten oder nicht.

Aber genug gequasselt, hier ist meine Lesestatistik für September:

51. Hallgrimur Helgason – “Eine Frau bei 1000°” – 3/5
52. Stephen King, “Joyland” – 5/5
53. Kate Harrison, “Soul Beach: frostiges Paradies” (Soul #1) – 3/5
54. Michael Hübner, “Todesdrang” – 4/5
55. Jojo Moyes, “Ein ganzes halbes Jahr” – 4/5

Der Lesemonat September fiel wieder etwas mager aus, aber auch das hatte seine Gründe. An einigen Tagen war ich einfach zu aufgregt und hibbelig, um zu lesen oder ich hatte schlichtweg keine Zeit. Ich hoffe sehr, dass ich im Oktober wieder mehr zum Lesen komme, aber bisher sieht es ganz gut aus und am Samstag ist ja auch schon wieder „Dewey’s Read-a-thon, auf den ich mich schon sehr freue. 🙂

[Kurzrezension]: Maggie Stiefvater, „Linger“

Maggie Stiefvater, “Linger” (The Wolves of Mercy Falls #2)

Gelesen vom 24.07.2013 bis zum 01.08.2013

Zu „Linger“, dem zweiten Band der „Wolves of Mercy Falls“-Trilogie von Maggie Stiefvater, wird es nur diese Kurzrezension geben.

Auf den Inhalt möchte ich eigentlich gar nicht eingehen, da ich niemanden spoilern will, der dieses Buch noch lesen möchte und der den ersten Band vielleicht noch gar nicht gelesen hat.

Nachdem ich „Shiver“ gelesen hatte, musste ich „Linger“ sofort beginnen, da mir sowohl die 17jährige Grace als auch Sam, der männliche Protagonist, sehr ans Herz gewachsen waren. Und gleich zu Beginn berührte mich wieder Maggie Stiefvaters tolle, fast poetisch anmutende Sprache:

This is a love story. I never knew there were so many kinds of love or that love could make people do so many different things. I never knew there were so many different ways to say goodbye.“

– Linger, page 2.

In diesem Band kommen neue Probleme auf Grace und Sam zu und man lernt die Neben- (oder meiner Meinung eigentlich fast schon Hauptcharaktere) Isabel und Cole näher kennen. Cole mochte ich in „Linger“ nicht so wirklich, konnte mir aber gleichzeitig nicht erklären, wieso nicht. Vielleicht, weil Sam ihn nicht mochte? Aber ist es jetzt schon so weit, dass Buchcharaktere mich so beeinflussen können? Ich hoffe doch nicht!

Auch „Linger“ war wieder sehr spannend und wirklich toll geschrieben, besonders von den Beziehungen der Charaktere untereinander war ich sehr begeistert.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

[Aktion]: Gemeinsam lesen #12

Heute bin ich wieder pünktlich dabei, wenn es bei Asaviel hießt: „Gemeinsam lesen“! 🙂

(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)
(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade „Totenblick“ von Markus Heitz und bin auf Seite 314.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Schimarek, Ende 50 und mit kantigem, glattrasiertem Gesicht, betrachtete ihn durch seine randlose Brille, danach Lackmann.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Das ist das erste Buch, das ich überhaupt von Markus Heitz lese. Ich weiß, dass er sonst eher Fantasy schreibt, deshalb war ich umso gespannter auf diesen Thriller aus seiner Feder. Es gab schon einige Schockmomente und für mich lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ende und habe bis jetzt noch gar keinen Schimmer, wer der Mörder sein könnte.

4. Stell dir vor du tauschst in diesem Moment die Rolle mit dem Hauptcharakter (Protagonist) der Geschichte. Was würdest du als nächstes tun. (Es kann natürlich von dem abweichen, was der Charakter im Buch tatsächlich geplant hat.)
Also wenn man Kommissar Rhode als Protagonist ansieht (denn dessen Freund Ares hat mindestens genauso viel zu tun wie Rhode), würde ich als nächstes auf jeden Fall mit Ares sprechen, um herauszufinden, ob er vielleicht an Informationen gelangt, an die Rhode selbst nicht kommt. Ich würde alles tun, um nicht von diesem Fall abgezogen zu werden. Und ich schätze, das wird Rhode vielleicht auch tun.

 

[Rezension]: Maggie Stiefvater, „Shiver“

„Shiver (The Wolves of Mercy Falls #1)“ von Maggie Stiefvater

Gelesen vom 12.07.2013 bis zum 24.07.2013

Von der Reihe um die „Wolves of Mercy Falls“ von Maggie Stiefvater hatte ich schon viel Positives gehört. Auf meiner Wunschliste stand diese Trilogie schon seit längerem und als ich vor kurzem eine Amazon-Bestellung aufgab, habe ich mir alle drei Bücher einfach einmal mitbestellt. Die Neugier ist dann doch übermächtig geworden. Das blöde war nur, dass ich nicht darauf geachtet hatte, welche Ausgaben ich mir bestelle und nun den ersten Band der (meiner Meinung nach schöneren) amerikanischen Ausgabe besitze, während die anderen beiden Bände die der britischen Ausgabe sind. Aber daran kann man jetzt eben nichts mehr ändern.

Bei der amerikanischen Ausgabe finde ich besonders schön, dass die Schrift, in der das Buch gedruckt ist, dieselbe Farbe hat, in der auch das Cover gestaltet ist. Wirklich wunderschön.

Darum geht es: Die siebzehnjährige Grace lebt zusammen mit ihren Eltern in Mercy Falls, Minnesota. Sie geht auf die High School, trifft sich mit ihren Freundinnen Rachel und Olivia – und sie liebt es, die Wölfe, die im Wald hinter ihrem Haus leben, zu beobachten. Denn ein Wolf beobachtet auch sie. Ihr Wolf mit den unverkennbaren gelben Augen. Graces Freundinnen sind der Meinung, ihr Wolf-Obsession gehe allmählich zu weit, doch Grace, die als kleines Mädchen von den Wölfen in den Wald verschleppt, angegriffen und gebissen wurde, liebt diese Tiere trotz allem. Sie spürt eine Verbindung zwischen sich und ihnen – und eine ganz besondere zwischen sich und „ihrem“ Wolf.

Sam hingegen lebt zwei Leben. Im Winter streunt er als Wolf zusammen mit seinem Rudel durch die Wälder, im Sommer ist er ein 18jähriger Teenager, der in der örtlichen Buchhandlung arbeitet. Er spürt schon lange, dass zwischen ihm und Grace eine besondere Verbindung besteht und beobachtet sie aus der Ferne selbst als Wolf. Diese ganz besondere Verbindung zwischen ihr und ihm zieht ihn immer wieder zu ihr hin. Und schließlich schafft er es, Kontakt aufzunehmen.

Endlich sind Grace und Sam zusammen, können ihre Liebe nicht mehr nur in Gedanken leben. Die beiden finden sich aber nur zu bald mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert: Denn wie soll Grace Sam davon abhalten, zu einem Wolf zu werden, sobald die Temperaturen wieder sinken?

Schon zu Beginn hat mich die Tatsache begeistert, dass über jedem der Kapitel, in denen die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Grace und Sam erzählt wird, Gradzahlen in Grad Fahrenheit angegeben sind. So kann man immer sehen, was für eine Temperatur gerade herrscht und weiß auf einen Blick, ob Sam im Moment Gefahr droht oder nicht.

Grace war mir von Anfang an sympathisch, genauso wie Sam. Beide sind trotz ihrer ungewöhnlichen Geschichte einfach so „normale“ Jugendliche, dass es schon fast rührend ist. Gerade weil die beiden sich schon sehr lange kannten, wenn auch die meiste Zeit nur aus der Ferne, wirken sie gleich so vertraut miteinander, dass man als Leser nur denken kann: Diese beiden gehören zusammen. Man verfolgt gebannt Graces aussichtslos erscheinenden Kampf, um Sam möglichst lange davon abzuhalten, wieder zu einem Wolf zu werden und ihn bei sich zu behalten.

Die beiden suchen aus verschiedenen Gründen Halt und finden ihn beieinander. Sam, da er, weil er nur im Sommer ein Mensch sein kann, ein zurückgezogenes Leben führt und Grace, da sie zwar Eltern hat, diese aber scheinbar nur wie in einer Art Zweckgemeinschaft mit ihr zusammenleben und sie so gut wie keine Liebe von ihnen erfährt.

Ich mochte dieses Buch sehr, sehr gerne, es steckt voller Gefühl, ist dabei meiner Meinung nach aber nicht allzu kitschig. Die Art Beziehung, die sie führen, erinnerte mich oftmals meine eigene Beziehung. Maggie Stiefvater kann Gefühle einfach wunderschön beschreiben, sodass man nicht nur darüber liest, sondern sie selbst spürt. Gegen Ende wurde es dann noch einmal sehr spannend und das Ende lies mich wehmütig zurück.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen, aber auch nur, weil ich noch etwas Luft nach oben lassen möchte.