[Rezension]: Carina Bartsch, „Türkisgrüner Winter“

„Türkisgrüner Winter“ (Kirschroter Sommer #2) von Carina Bartsch

Gelesen vom 11.06.2013 bis zum 14.06.2013

Gleich nachdem ich „Kirschroter Sommer“ ausgelesen hatte, musste ich einfach mit „Türkisgrüner Winter“ anfange, da ich es sonst vor Spannung nicht mehr ausgehalten hätte. Der zweite Band schließt nahtlos an den ersten an, was es einen noch eher dazu verleitet, sofort weiterzulesen.

Emely ist erstaunt. Elyas hat sie doch sonst mindestens ein Mal am Tag mit nervigen SMS bombardiert oder kam sogar vorbei – doch jetzt hat sie seit zwei Woche gar nichts mehr von ihm gehört. Und auch Luca, ihr E-Mail-Freund, dem sie vom Zeltwochenende erzählt hatte und sich in derselben Mail auch endlich getraut hatte, ihn um ein persönliches Treffen zu bitten, gibt keinen Mucks mehr von sich. Was hat sie nur falsch gemacht?

Um das herauszufinden, beschließt sie, Elyas auf Sofies Party zur Rede zu stellen. Allerdings scheint er partout nicht mit ihr reden zu wollen. Emely läuft ihm den ganzen Abend lang hinterher, stößt aber bei ihm nur auf Granit und fängt deshalb an, sich zu betrinken…

Mehr möchte ich hier vom Inhalt auch nicht verraten, da ich niemanden spoilern möchte, der die Bücher noch nicht gelesen hat. Da man sich als Leser, der „Kirschroter Sommer“ schon gelesen hat, ganz gut denken kann, wieso Elyas reagiert wie er reagiert, empfand ich es einerseits als nervig, wie lange Emely braucht, um ebenfalls dahinterzukommen. Andererseits habe ich sehr mit ihr mitgefühlt, während sie Elyas hinterherlief und nicht verstand, wieso der auf einmal so gar nichts mehr von ihr wissen wollte.

Dieser zweite Band ist sehr viel nachdenklicher als der erste und teilweise auch leicht melancholisch. Ich fand das sehr gut, so konnte ich eine ganz andere, nachdenkliche Seite an Emely kennenlernen, die sie mir gleich sympathischer machte. Die Szenen, in denen Emely zusammen mit ihren Eltern bei Alex und deren Eltern Weihnachten feierte, haben mich dabei besonders berührt, hier hat die Autorin eine ganz tolle, traurige, sehnsuchtsvolle Stimmung geschaffen, dir mich sehr berührt hat.

Auch die Nebencharaktere gefielen mir, dabei besonders Alex‘ Freund, der die Lage zwischen Emely und Elyas sehr schnell durchschaute und Emely oftmals ein besserer Gesprächspartner war als Alex. Was ich etwas schade fand, war, dass die Geschichte zwar in Berlin spielt, allerdings so gut wie gar keine Beschreibungen zur Umgebung enthält, sie hätte also auch in jeder anderen deutschen Großstadt spielen können.

Alles in allem war es ein schöner Abschluss der Geschichte um Emely und Elyas, der mir sehr gut gefallen hat. Die beiden Bücher gehören sicher nicht zu denen, die einen noch nachdem man sie gelesen hat, tagelang beschäftigen, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Ich hatte mir locker-leichtes Lesevergnügen erhofft, was ich auch bekommen habe – und dank der traurigeren Passagen in „Türkisgrüner Winter“ sogar noch etwas mehr.

Hier vergebe ich 3 von 5 Sternen.

 

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