[Rezension]: F. Scott Fitzgerald, „Der große Gatsby“

„Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald

Gelesen vom 03.06.2013 bis 05.06.2013

Bei einem Ausflug in die Buchhandlung, bei dem ich eigentlich ganz andere Bücher gesucht hatte, musste „Der große Gatsby“ einfach mit. Da ich das Buch lesen wollte, bevor ich mir den Film anschaue, fing ich daheim auch fast sofort an zu lesen.

Die Geschichte wir aus der Sicht von Nick Carraway erzählt. Der junge Mann ist Bankangestellter und hat sich erst vor einigen Wochen ein idyllisch in der Natur liegendes Haus gekauft. Durch ein befreundetes Ehepaar erfährt er, dass sein Nachbar der große Jay Gatsby ist, der am Wochenende immer zu rauschenden Festen einlädt, sich aber allgemein sehr geheimnisvoll gibt. Nachdem Nick allerdings zu einem von Gatsbys Festen eingeladen wird und seinen Gastgeber dort auch kennenlernt, entwickelt sich langsam eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden.

Nick erfährt, dass Gatsby vor einigen Jahren mit Daisy zusammen war und wohl immer noch in sie verliebt ist. Er versucht, sie mit seinen rauschenden Parties zu beeindrucken, was allerdings auch nichts daran ändert, dass sie nun mit Tom Buchanan verheiratet ist, einem nicht sonderlich sympathischen Zeitgenossen.

In diesem Buch passiert eigentlich gar nicht so viel. Es braucht bis zum letzten Drittel, in dem die Handlung dann plötzlich an Fahrt aufnimmt und Dinge Schlag auf Schlag passieren.

Ich fand es aber trotz dessen, das nicht so viel passierte, gut, es hat mir gefallen. Nick, der Erzähler, war mir sympathisch, wobei ich mich das ganze Buch hindurch gefragt habe, warum gerade er der Erzähler der Geschichte ist. Vielleicht, weil er am wenigsten mit den dramatischen Geschehnissen zu tun hat.

So gerät er eher zufällig in die Gesellschaft des Ehepaars Buchanan und auch von Gatsby wird er nur eingeladen, weil dieser sein Nachbar ist. Ich mochte den ruhigen, unaufdringlichen Erzählstil des Autors, gerade die Art, wie er stille Szenen, wie den Garten Gatsbys im Morgengrauen, wenn die meisten Gäste schon nach hause gegangen sind, beschreibt. Man erfährt erst nach und nach etwas mehr über Gatsby und auch über die Gründe seines Reichtums und seines verschwenderischen Lebensstils.

Das Buch war schnell gelesen, ließ mich aber trotzdem sehr nachdenklich zurück. Es hat mich sehr berührt. Eigentlich wollte ich mir danach noch die Verfilmung ansehen, aber da diese nicht mehr im Kino läuft, werde ich wohl warten müssen, bis er auf DVD erscheint.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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