[Rezension]: Marcus Imbsweiler, „Schlossblick“

„Schlossblick“ von Marcus Imbsweiler

Gelesen vom 23.04.2013 bis 27.04.2013

Dieses Buch war auf meinem Reader bereits vorinstalliert, es ist der fünfte Fall von Privatdetektiv Max Koller. Deshalb hatte ich zuvor befürchtet, ich würde nicht so gut in das Buch hineinkommen, da ich die Vorgängerbände nicht kenne, das war aber nur am Anfang ganz kurz der Fall.

Max Koller wird von seinen aufgeregt klingenden Freunden, von denen einer den Imbiss „Schlossblick“ in Heidelberg betreibt, angerufen. Dort angekommen, entdeckt er die Leiche des Lehrers einer nahegelegenen Hauptschule. Max‘ Freunde haben die Leiche leider bewegt und ihn statt der Polizei gerufen, sodass er ihnen erst einmal eine Standpauke hält und sie dazu anhält, die Polizei anzurufen. Dass er Beweismittel unterschlägt und auf eigene Faust Mordermittlungen betreibt, macht ihn bei der Heidelberger Polizei allerdings nicht gerade beliebt und Max muss bei all seinen Schritten aufpassen, dass die Polizei nichts mitbekommt.

Der Lehrer, Thorsten Schallmo, hatte sich durch seine arrogante Art und seine zahlreichen Affären, auch mit jüngeren Frauen, nicht gerade beliebt bei seinen Schülern gemacht. Ist hier die Situation eskaliert, sodass es zu einem Mord kam? Doch dann findet Max Koller heraus, dass Schallmo eine Beziehung zu einer Schülerin des benachbarten Privatgymnasiums hatte – und das fand ihr Freund ganz und gar nicht gut.

Hat Max die Hauptschüler aus Schallmos Klasse vorverurteilt und falsch verdächtigt? War es vielleicht doch der eifersüchtige Freund, der Schallmo erschoss, da er es nicht mehr ertrug, seine Freundin teilen zu müssen? Und was hat der Mord an Schallmo mit den Schüssen auf den Imbiss „Schlossblick“ zu tun, die eine Woche vorher abgegeben wurden?

Zunächst war ich etwas verwirrt, weil man am Anfang als Leser direkt in die Geschichte „hineingeworfen“ wird und, weil es der fünfte Band einer Krimireihe ist, natürlich erwartet wird, dass man einige der Charaktere schon kennt, was bei mir nicht der Fall war. Meine Verwirrung hat sich beim Weiterlesen allerdings zum Glück schnell wieder verflüchtigt, da man trotzdem die Chance hat, die Charaktere nach und nach etwas besser kennenzulernen.

Der Fall war sehr spannend, das half mir auch darüber hinweg, dass ich mit dem Ermittler Max Koller anfangs nicht so recht klar kam. Das Muster, dass der Ermittler ständig Probleme mit seiner Partnerin hat und sich vor ihnen drückt, indem er sich in Arbeit vergräbt und der Konfrontation entgeht, indem er einfach nicht nach hause kommt, war mir hier extrem unsympathisch, ich weiß nicht, woran das lag.

Aber der Fall, der immer spannender wurde, tröstete mich darüber hinweg, wobei ich die Auflösung des Falls sehr seltsam und etwas konstruiert und an den Haaren herbeigezogen fand. Deshalb weiß ich nicht, ob ich hier unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen soll.

Ich vergebe aber trotzdem 3 von 5 Sternen.

Reihenfolge:
Bergfriedhof (Max Koller #1)
Schlussakt (Max Koller #2)
Altstadtfest (Max Koller #3)
Butenschön (Max Koller #4)
Schlossblick (Max Koller #5)

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s