[Aktion]: Gemeinsam lesen #3

(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)
(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)

Es ist wieder Dienstag und da heißt es bekanntlich: Gemeinsam lesen. 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Er ist wieder da“ von Timur Vermes und bin gerade auf S. 340 von 396, also schon ziemlich am Ende angelangt.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Das Wichtigste, was ich in meiner Laufbahn als Politiker gelernt habe, ist die richtige Einschätzung repräsentativer Pflichten.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe das Buch jetzt schon fast durch und weiß immer noch nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Ehrlich. Ich hatte es mir witziger vorgestellt. Ich fand es bisher nur ein paar vereinzelte Male witzig, meistens aber eher gruselig. Sehr, sehr gruselig. Das heißt aber nicht, dass mir das Buch nicht gefällt, ganz im Gegenteil! Und es würde mich wirklich interessieren, wieso manche Leute im Buch so handeln, wie sie handeln…

4. Bist du allgemein beim Lesen eher auf der Seite des Protagonisten oder des Antagonisten (Bösewicht, Gegenspieler)? Wie gut kommst du im aktuellen Buch mit deinem Protagonisten zurecht, also kannst du dich in ihn hineinfühlen oder eher nicht (gerne mit Begründung)?

Das kann ich so allgemein nicht sagen. Bösewichter in Büchern oder Filmen faszinieren mich eigentlich immer, aber ob ich nun auf ihrer Seite oder auf der des Protagonisten bin, kommt ganz darauf an, wie sympathisch mir der jeweilige Mensch ist, oder ob ich den Protagonisten oder den Antagonisten interessanter finde.

In meinen jetzigen Protagonisten kann ich mich ganz und gar nicht hineinfühlen und will das auch nicht!

 

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[Rezension]: Fran Ray, „Die Saat“

„Die Saat“ von Fran Ray

Gelesen vom 05.05.2013 bis 14.05.2013

Die Saat“ habe ich mir von meinem Gutschein, den ich zu meinem Reader dazu bekam, gekauft. Mittlerweile denke ich: Hätte ich mir lieber ein anderes Buch ausgesucht. Von der Kurzbeschreibung her klang es ganz spannend, dem war dann aber leider nicht so.

Ein Forscher wird in seinem Labor auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Der oder die Mörder haben ihm den Kopf abgeschlagen und ihm einen Rattenkopf auf den Rumpf genäht. Der Assistent des Professors kann entkommen, hat die Mörder auch nicht erkannt, wird aber nun von ihnen gejagt. Jeder, dem er sich anvertraut, stirbt, er zieht eine Spur des Todes hinter sich her.

Zur gleichen Zeit findet Ethan, ein freischaffender Autor, seine Frau tot in ihrer gemeinsamen Wohnung. Zunächst scheint es so, als habe sie sich die Pulsadern aufgeschnitten, doch schon bald glaubt Ethan nicht mehr an einen Selbstmord. Er will die Mörder seiner Frau finden. Und das möglichst vor der Polizei, die es gar nicht gerne sieht, dass er sich in ihre Ermittlungen einmischt. Doch je mehr er über seine verstorbene Frau erfährt, desto weniger sicher ist er, sie überhaupt richtig gekannt zu haben. Und was hatte sie mit dem ermordeten Genforscher zu tun?!

Zu Beginn fand ich den Thriller noch sehr spannend. Ein Forscher wurde ermordet, die grummelige Kommissarin Lejeune nahm die Ermittlungen auf und auch im Leben einiger anderer Hauptcharaktere schien plötzlich nichts mehr so zu sein, wie es einmal war. Geliebte Menschen wurden ihnen gewaltsam entrissen, sie mussten fliehen und zogen dabei eine Spur des Todes hinter sich her. Und das alles im Kontext der genmanipulierten Lebensmittel, mit den Fragen im Hintergrund: Wie gesund ist unser Essen eigentlich noch? Was für mysteriöse Krankheiten könnten genmanipulierte Lebensmittel auslösen? Und was können wir dagegen tun? Merken wir überhaupt, dass wir beeinflusst werden?

Es versprach ein so tolles Buch zu werden und enttäuschte mich dann maßlos. Denn nach dem vielversprechenden Anfang stagnierte die Handlung plötzlich. Oder nein, so kann man es nicht ausdrücken – es passierte schon noch etwas. Ziemlich viel sogar. Aber spannend war es irgendwie nicht. Ich las es, Bomben explodierten, Menschen kamen zu Tode und ich dachte nur: Und…? Ich wartete auf einen kleinen Lösungsansatz, aber er kam nicht. Und je länger er nicht kam, desto desinteressierter an der eigentlichen Lösung wurde ich. Das finde ich sehr schade, denn Potential hätte das Buch auf jeden Fall gehabt.

Somit kann ich hier auch nur zwei von fünf Sternen vergeben.

 

 

[Rezension]: Sara Shepard, „Pretty little liars“

„Pretty little liars (Pretty little liars #1)“ von Sara Shepard

Gelesen vom 30.04.2013 bis 05.05.2013

Die gleichnamige TV-Serie, die auf den Büchern basiert, habe ich bisher noch nicht gesehen, allerdings bin ich auf die Buchserie aufmerksam geworden und ich dachte mir, ich versuche es einfach mal mit dem ersten Band.

Alison, Aria, Spencer, Emily und Hanna sind, zumindest oberflächlich gesehen, ein unzertrennbares Gespann. Sie geben auf der Eliteschule, auf die sie gehen, den Ton an und schauen verächtlich auf alle hinab, die anders sind. Auf einer Pyjamaparty verschwindet Alison schließlich spurlos, woraufhin ihre besten Freundinnen nicht nur geschockt, sondern zu einem nicht gerade kleinen Teil sogar erleichtert sind. Denn Alison war zwar ihre Freundin, konnte in manchen Momenten allerdings auch schlimmer sein, als die ärgste Feindin der Mädchen. Sie wusste über Geheimnisse bescheid, die die anderen sonst niemandem anvertraut hatten.

Drei Jahre später, die Freundschaft zwischen den Mädchen ist nur noch eine Erinnerung an früher, beginnen alle vier Mädchen mysteriöse Botschaften zu empfangen. Es scheint, als ob jemand hinter die Geheimnisse, die die Mädchen nun vor dem Rest der Welt haben, gekommen sei. Aria, Spencer, Emily und Hanna sind sich sicher – jemand beobachtet sie. Denn woher weiß die oder der geheimnisvolle „A.“, dass Hanna den Kick braucht, den sie beim Stehlen empfindet und eine ganz eigene Art hat, abzunehmen? Oder dass Spencer dem Freund ihrer Schwester zu nahe kommt? Dass Emily die ersten, verwirrenden Gefühle für das neue Mädchen an der Schule entdeckt und Alison durch einen dummen Zufall eine Affäre mit ihrem Englischlehrer hat?

Doch mit wem sollen sie darüber reden? Und vor allem – wie sollen sie darüber reden, ohne der Person, der sie sich anvertrauen, ihr Geheimnis verraten zu müssen? Kann Emily es wagen, sich Aria, mit der sie fast drei Jahre nur flüchtig gesprochen hat, anzuvertauen? Doch dann passiert etwas, dass die Mädchen nur noch in größere Verwirrung und Angst stürzt…

Ich habe nicht so sonderlich viel von diesem Buch erwartet, habe es aber sehr gern gelesen. Einige der Mädchen, wie zum Beispiel Hanna oder Alison, waren mir nicht wirklich sympathisch, was dem Lesespaß und der Spannung aber keinen Abbruch getan haben. Ich fand es toll, dass jedes kurze Kapitel aus der Sicht eines der Mädchen erzählt wird und man so sehr vieles über sie erfährt. Ich mochte den Schreibstil und dadurch, dass die Erzählperspektive mit jedem neuen Kapitel wechselte, blieb es spannend. Mit Aria, die in ihren Lehrer verliebt ist und mal mehr, mal weniger darunter leidet und Emily, die die ersten Gefühle für die Neue, die an ihre Schule kommt, entdeckt und diese nicht so richtig einordnen kann, habe ich persönlich am meisten mitgelitten, allerdings verspürte man beim Lesen geradezu das Bedürfnis, Spencers Eltern gehörig die Meinung zu sagen, da ihre Schwester, egal, was Spencer tut, immer etwas noch viel Überragenderes tut und ihre Eltern Spencer deshalb kaum wahrnehmen.

Ich bin jedenfalls jetzt schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe, den ich ebenfalls lesen werde.

Hier vergebe ich 3 von 5 Punkten.

Reihenfolge:
Pretty little liars (Pretty little liars #1)
Flawless (Pretty little liars #2)
Perfect (Pretty little liars #3)
Unbelievable (Pretty little liars #4)
Pretty little secrets (Pretty little liars #5)
Wicked (Pretty little liars #6)
Killer (Pretty little liars #7)
Heartless (Pretty little liars #8)
Wanted (Pretty little liars #9)
Twisted (Pretty little liars #10)
Ruthless (Pretty little liars #11)
Stunning (Pretty little liars #12)
Burned (Pretty little liars #13)
Crushed (Pretty little liars #14)

[Rezension]: Gabriella Engelmann, „Hundert Jahre ungeküsst – Dornrößchens bittersüße Liebesgeschichte“

„Hundert Jahre ungeküsst – Dornrößchens bittersüße Liebesgeschichte“ von Gabriella Engelmann

Gelesen vom 27.04.2013 bis 30.04.2013

Märchen? Auf modern getrimmt? In unserer heutigen Welt spielend? Und das soll unterhaltsam und auch noch amüsant sein? Weil ich schon so viel über die Märchenadaptionen von Gabriella Engelmann gehört hatte, wurde ich neugierig und musste mir einfach eines ihrer Bücher zulegen. Doch welches? Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, aber schließlich habe ich mir dann „Hundert Jahre ungeküsst“ gekauft. Ich wollte unbedingt wissen, wie es der Autorin gelingt, Dornröschen, einen Prinzen und eine Dornenhecke in die heutige Realität zu befördern.

Die sechzehnjährige Rosalie ist gerade von daheim ausgezogen und hat ihre Lehre als Hotelfachfrau im Hamburger Schlosshotel angefangen. Die Arbeit macht ihr trotz einiger Strapazen viel Spaß und sie genießt, es ihre eigene Wohnung zu haben und ihr Leben selbst bestimmen zu können. Etwas Abstand zu haben von ihrer übervorsichtigen Mutter, die sie vor allem Leid der Welt beschützen möchte und sich ständig Sorgen um sie macht. Denn was Rosalie nicht weiß: Auf ihr lastet ein Fluch, der von einer alten Freundin ihrer Mutter auf Rosalies Babyparty ausgesprochen wurde. An Rosalies 17. Geburtstag soll etwas schreckliches geschehen. Doch Rosalie ahnt von dem Ganzen nichts. Sie hat sich Hals über Kopf in den Sohn der Eigentümer des Schlosshotels, René Prinz, verliebt. Kann er Rosalie vor dem Fluch, der auf ihr lastet, retten?

Am Anfang des Buches findet man ein Personenregister, in dem alle Charaktere des Buches aufgelistete und beschrieben werden. Zuerst dachte ich: ‚Oh je…das ist bestimmt nur da, weil man sich sonst die vielen Charaktere nicht merken kann.‘, aber so war es gar nicht. Meiner Meinung nach hätte man die Personenaufstellung auch gar nicht unbedingt gebraucht, die Charaktere wurden dem Leser im Laufe der Geschichte alle mal mehr, mal weniger ausführlich vorgestellt.

Zunächst wird beschrieben, was auf Rosalies Babyparty geschah. Diese Handlung orientiert sich sehr an der Märchenvorlage, wirkt aber auf keinen Fall altmodisch, er passt sehr gut in ein Jugendbuch. Danach macht die Handlung einen Sprung in das Jahr 2011 und wird abwechselnd von Rosalie und René erzählt. Das fand ich sehr erfrischend, da man so beide Hauptcharaktere und ihr Leben sehr gut kennenlernt. Rosalie ist mir sofort ans Herz gewachsen, da sie ein ganz normales sechzehnjähriges Mädchen ist, das der übertriebenen Fürsorge ihrer Mutter entfliehen möchte. Sie genießt es, auf eigenen Füßen zu stehen, hat aber oftmals auch Zweifel, ob der vielen Unfälle, die ihr passieren. Zusammen mit ihrer Freundin Melina genießt sie ihre freien Abende und ist froh, in der in Liebesdingen viel erfahreneren Freundin eine Ansprechpartnerin zu haben, als sie und René sich näherkommen.

René war mir zunächst nicht so sympathisch, da er, genau wie sein Freund Rocco, eher lockere Beziehungen mit Mädchen eingehen will. Er zieht von München nach Hamburg, um dort ein Praktikum im Hotel seiner Eltern zu machen und flirtet in Hamburg munter mit einigen Mädels, obwohl in München ebenfalls ein Mädchen sitzt, das sich einbildet, seine Freundin zu sein. Ob sie das wirklich ist, ist René scheinbar nicht so klar, aber als er Rosalie kennenlernt, nervt sein „Anhängsel“ aus München nur noch. Diesen Wesenszug an ihm fand ich dann doch ziemlich unsympathisch. Er entwickelt sich aber meiner Meinung nach sehr zum Positiven und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Rosalie ist sehr süß beschrieben.

Das Ende der Geschichte hätte mich eigentlich nicht so überraschen sollen, wie es der Fall war, aber ich war zunächst einmal völlig baff. Ich fand diese moderne Märchenadaption wirklich gelungen, die Geschichte, trotz, dass man das „Grundgerüst“ eigentlich schon kennt, spannend und die Charaktere sehr lebendig und meist sympathisch. Jetzt bin ich gespannt auf die anderen Bücher von Gabriella Engelmann!

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

[Rezension]: Marcus Imbsweiler, „Schlossblick“

„Schlossblick“ von Marcus Imbsweiler

Gelesen vom 23.04.2013 bis 27.04.2013

Dieses Buch war auf meinem Reader bereits vorinstalliert, es ist der fünfte Fall von Privatdetektiv Max Koller. Deshalb hatte ich zuvor befürchtet, ich würde nicht so gut in das Buch hineinkommen, da ich die Vorgängerbände nicht kenne, das war aber nur am Anfang ganz kurz der Fall.

Max Koller wird von seinen aufgeregt klingenden Freunden, von denen einer den Imbiss „Schlossblick“ in Heidelberg betreibt, angerufen. Dort angekommen, entdeckt er die Leiche des Lehrers einer nahegelegenen Hauptschule. Max‘ Freunde haben die Leiche leider bewegt und ihn statt der Polizei gerufen, sodass er ihnen erst einmal eine Standpauke hält und sie dazu anhält, die Polizei anzurufen. Dass er Beweismittel unterschlägt und auf eigene Faust Mordermittlungen betreibt, macht ihn bei der Heidelberger Polizei allerdings nicht gerade beliebt und Max muss bei all seinen Schritten aufpassen, dass die Polizei nichts mitbekommt.

Der Lehrer, Thorsten Schallmo, hatte sich durch seine arrogante Art und seine zahlreichen Affären, auch mit jüngeren Frauen, nicht gerade beliebt bei seinen Schülern gemacht. Ist hier die Situation eskaliert, sodass es zu einem Mord kam? Doch dann findet Max Koller heraus, dass Schallmo eine Beziehung zu einer Schülerin des benachbarten Privatgymnasiums hatte – und das fand ihr Freund ganz und gar nicht gut.

Hat Max die Hauptschüler aus Schallmos Klasse vorverurteilt und falsch verdächtigt? War es vielleicht doch der eifersüchtige Freund, der Schallmo erschoss, da er es nicht mehr ertrug, seine Freundin teilen zu müssen? Und was hat der Mord an Schallmo mit den Schüssen auf den Imbiss „Schlossblick“ zu tun, die eine Woche vorher abgegeben wurden?

Zunächst war ich etwas verwirrt, weil man am Anfang als Leser direkt in die Geschichte „hineingeworfen“ wird und, weil es der fünfte Band einer Krimireihe ist, natürlich erwartet wird, dass man einige der Charaktere schon kennt, was bei mir nicht der Fall war. Meine Verwirrung hat sich beim Weiterlesen allerdings zum Glück schnell wieder verflüchtigt, da man trotzdem die Chance hat, die Charaktere nach und nach etwas besser kennenzulernen.

Der Fall war sehr spannend, das half mir auch darüber hinweg, dass ich mit dem Ermittler Max Koller anfangs nicht so recht klar kam. Das Muster, dass der Ermittler ständig Probleme mit seiner Partnerin hat und sich vor ihnen drückt, indem er sich in Arbeit vergräbt und der Konfrontation entgeht, indem er einfach nicht nach hause kommt, war mir hier extrem unsympathisch, ich weiß nicht, woran das lag.

Aber der Fall, der immer spannender wurde, tröstete mich darüber hinweg, wobei ich die Auflösung des Falls sehr seltsam und etwas konstruiert und an den Haaren herbeigezogen fand. Deshalb weiß ich nicht, ob ich hier unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen soll.

Ich vergebe aber trotzdem 3 von 5 Sternen.

Reihenfolge:
Bergfriedhof (Max Koller #1)
Schlussakt (Max Koller #2)
Altstadtfest (Max Koller #3)
Butenschön (Max Koller #4)
Schlossblick (Max Koller #5)

[Aktion]: Gemeinsam Lesen #2

(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)
(Bildquelle: http://asaviels.blogspot.de/)

Endlich schaffe ich es einmal wieder, bei Asaviels toller Aktion „Gemeinsam Lesen“ mitzumachen! Und los geht’s:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Kleine freie Männer“ von Terry Pratchett und bin im Moment auf Seite 45 von 208.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Auf der Anrichte standen einige blaue und weiße Töpfe, die zu nichts nütze waren.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich finde es so, so toll, dass Terry Pratchett hier den „Doctor-Who-Witz“ eingebaut hat! Ich habe gestern gequietscht vor Freude, als ich das gelesen habe:

„Wer ist da?“
„Tiffany“, sagte Tiffany.
„Tiffany wer?“, fragte die Stimme.
„Tiffany, die nicht versucht, einen Witz zu machen.“

Im Original klingt das bestimmt sehr viel besser, aber ich habe mich trotzdem darüber gefreut.

4. Magst du es lieber, wenn ein Buch in der Ich-Perspektive oder im auktorialen/ personalen-Stil (Er-Erzähler) geschrieben ist (mit Begründung gerne)? Aus welcher Perspektive wird dein aktuelles Buch erzählt?

Das ist mir ehrlich gesagt egal. Es gibt Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind und mir gefallen, genauso wie Bücher, die im personalen Stil geschrieben sind, die mir gefallen oder eben nicht gefallen. Ich finde, man kann, wenn ein Buch im personalen Stil geschrieben ist, genauso mit den Protagonisten mitleiden, wie wenn es in Ich-Form geschrieben wäre. Die „Dresden Files“ sind eine Serie, bei der ich es sehr, sehr mag, dass die Bücher in Ich-Form geschrieben sind.

Mein aktuelles Buch wird im personalen Stil erzählt.

 

[Rezension]: Natasa Dragnic, „Immer wieder das Meer“

„Immer wieder das Meer“ von Natasa Dragnic

Gelesen vom 20.04.2013 bis 23.04.2013

Dieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen. Vielen Dank dafür!

Alles beginnt in der Toskana. Roberta, die dort zusammen mit ihrem Verlobten Marcello gerade Urlaub macht, muss ihn, da er krank ist und Fieber hat, alleine im Hotelzimmer zurücklassen. Vor einer Statue in einer Kapelle begegnet sie Allessandro Lang, einem Dichter, der sie vom ersten Moment an fasziniert. Sie trennt sich von Marcello, genießt die raren Momente, in denen sie mit Alessandro zusammen sein kann. Ihre Familie ist nicht sehr begeistert von der Tatsache, dass sie sich von ihrem Verlobten getrennt hat und brennt darauf, den geheimnisvollen Allessandro einmal kennenzulernen. Doch das möchte Roberta nicht, hütet ihn wie einen Schatz, bis er eines Tages Lucia, ihre jüngere Schwester, kennenlernt. Als herauskommt, dass auch Lucia ihre amourösen Erlebnisse mit Allessandro hatte, führt das zum Zerwürfnis zwischen den beiden Schwestern. Sie verlieren sich viele Jahre lang aus den Augen, auch ihre kleine Schwester, Nannina, führt inzwischen ein eigenes Leben in München und hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Viele Jahre vergehen, Nannina bekommt ein uneheliches Kind, während Roberta fast an ihrem Kinderwunsch verzweifelt, sie und ihr Mann aber keine Kinder bekommen können.

Da wir in diesem Buch immer wieder einen Blick voraus schauen können und dem Leser klar ist, dass in ferner Zukunft eine der Schwestern Alessandro heiraten wird, stellt sich einem beim Lesen des Buches natürlich die entscheidende Frage: Welche der Schwestern wird denn nun Alessandros Frau? Und weshalb gerade sie?

Die Frage, die ich mir viel eher gestellt habe, ist: Was finden die Schwestern denn eigentlich überhaupt an Alessandro? Und genau diese Frage erklärt auch das Problem, das ich mit diesem Buch hatte. Der Schreibstil ist toll, er entführt einen sofort ins sommerliche Italien, er lässt einen mit den Schwestern mitfühlen, sich mit ihnen freuen, bringt den Leser dazu, mit ihnen zu leiden. Ich kann gar nicht sagen, welche der drei Schwestern mir sympathischer war, da es sowohl bei Roberta, als auch bei Lucia und Nannina Momente gab, in denen ich sie sehr mochte, aber andererseits auch wieder Augenblicke, in denen ich sie hätte würgen können und in denen ich mich sehr über sie geärgert habe. Die Familiengeschichte, die hier erzählt wurde, steckt voller Wärme, die trotz all der tragischen Ereignisse, die geschehen, fast nie verloren geht und ich mochte alle Hauptcharaktere – außer Alessandro. Mir ist klar, dass er geheimnisvoll wirken soll, aber da man über ihn, außer, dass er mal hier, mal dort ist, sich oft wochenlang oder gar monatelang nicht meldet und dann plötzlich wieder hereinschneit, gut aussieht und sich in Kunsthistorik sehr gut auskennt, nicht sehr viel erfährt, blieb er für mich sehr blass und ich konnte kein bisschen nachvollziehen, wie er es schafft, so viele Frauen in seinen Bann zu ziehen.

Fazit: Meiner Meinung nach wäre dieses Buch auch sehr gut ohne Alessandro ausgekommen.

Hier vergebe ich 2 von 5 Sternen.