[Rezension]: John Green, „Looking for Alaska“

„Looking for Alaska“ von John Green

 

Gelesen vom 30.03.2013 bis 03.04.2013

Miles Halter, ein Teenager aus Florida, der auf eine weiterführende Schule in Alabama gehen wird, ist ein Außenseiter. Seine Eltern wollen das nicht wahrhaben und schmeißen für ihn eine Abschiedsparty, die für Miles zum Desaster wird, da nur zwei Leute auftauchen, mit denen er eigentlich nichts zu tun hat. Er ist fest entschlossen, in Alabama „The Great Perhaps“ zu finden. In Alabama angekommen, freundet sich Miles schnell mit seinem Zimmergenossen „Chip“, der nur „the Colonel“ genannt wird, an. Dieser macht ihn mit seinen anderen Freunden bekannt – darunter auch Alaska, ein Mädchen, das nicht nur einen ungewöhnlichen Namen hat, sondern auch ein eher unberechenbares Verhalten an den Tag legt. Miles verliebt sich Hals über Kopf in sie, obwohl sie einen Freund hat und je näher das Ereignis, das von Beginn des Buches an angekündigt wird, rückt, desto beklommener wird einem als Leser…

Ich war sehr gespannt darauf, ein zweites Buch von John Green zu lesen und auch wenn dieses Buch natürlich rein gar nichts mit „The fault in our stars“ zu tun hat und damit auch nicht vergleichbar ist, hat es mich wieder sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Das ganze Buch über macht man sich Gedanken darüber, was für ein Ereignis wohl auf die Charaktere zukommen könnte, da das Buch in die Teile „before“ und „after“ eingeteilt ist. Jedes Kapitel des „before“-Teils stellt ein Herunterzählen des „Countdowns“ bis zu dem Ereignis, auf das man nach einiger Zeit schon gespannt wartet, dar. Das ist meiner Meinung eine wirklich gute Methode, um Spannung aufzubauen. Zunächst geht es allerdings um den ganz normalen Schulalltag amerikanischer Jugendlicher. Doch das ist keinesfalls langweilig zu lesen – im Gegenteil. Miles, sein Mitbewohner Chip „the Colonel“ und auch Alaska waren mir von Anfang an sehr sympathisch.

Und das, wo man eigentlich allen Grund dazu hat, Alaska nicht zu mögen. Eine Freundschaft mit ihr ist eine sehr komplizierte Sache, da sie an einem Tag in völliger Euphorie und Begeisterung schweben kann und dann von einer Sekunde auf die andere wütend wird, wobei es ihren Freunden nicht gelingt, den Grund dafür zu erfahren. Und doch war ich fasziniert von diesem Wesen, wollte mehr über sie erfahren und konnte vor allem nachvollziehen, warum Miles immer wieder ihre Nähe suchte.

Das Ereignis, das dann eintritt, habe ich kurz vorher schon erahnen können und das Buch wurde meiner Meinung nach danach etwas schwächer. Die Handlung stagnierte fast völlig, und auch wenn das wahrscheinlich so gewollt war, hat mir der erste Teil des Buches etwas besser gefallen als der zweite.

Alles in allem ist „Looking for Alaska“, obwohl es ein Jugendbuch ist, ein Buch, dass sich mit sehr ernsten Themen und auf sehr interessante und gefühlvolle Weise mit wichtigen Fragen des Lebens und der Erwachsenwerdens beschäftigt. Ich mochte es sehr gern und kann euch das Buch nur ans Herz legen.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

 

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s