[Rezension]: Sebastian Fitzek, „Der Nachtwandler“

Der Nachtwandler“ von Sebastian Fitzek

Gelesen vom 26.03.2013 bis 30.03.2013

Am neuen Psychothriller von Sebastian Fitzek ist mir in der Buchhandlung als erstes das tolle Cover ins Auge gesprungen. Der Schnitt des Buches wird nämlich von einem Teil des hinteren Buchrückens bedeckt, das mit einem Zahlenschloss bedeckt ist. Das hat natürlich etwas mit dem Inhalt zu tun, aber mehr verrate ich hier nicht, da ich niemanden spoilern möchte.

Leon und seine Frau wohnen seit etwa einem Jahr in einer sehr schönen Altbauwohnung, in die sie unbedingt einziehen wollten. Als Kind hatte Leon Schlafstörungen, wurde beim „Nachtwandeln“ gewalttätig. Lange war er deshalb in psychiatrischer Behandlung und denkt, er sei geheilt. Eines frühen Morgens wacht er auf und kann seiner Frau Nathalie nur noch beim Packen ihrer Sachen zusehen. Nachdem er ihr im Treppenhaus hinterhergelaufen ist, kehrt er hilflos in die Wohnung zurück und fragt sich, ob es wirklich ein Veilchen war, das er um ihr Auge zu sehen glaubte, ob sie wirklich so übel zugerichtet war, wie es den Anschein hatte. Ist er im Schlaf gewalttätig geworden? Fängt nun der ganze Alptraum von vorne an?

Um herauszufinden, was er im Schlaf tut, befestigt er eine Kamera an seinem Kopf. Und als er sich am nächsten Morgen die aufgenommenen Video ansieht, ist er mehr als erstaunt. Sein schlafendes Ich schiebt den Schlafzimmerschrank beiseite und legt eine massive Tür mit Zahlenschloss frei, die dahinter liegt.

Nachdem der Klappentext sich schon so toll anhörte, musste ich das Buch natürlich mitnehmen und es dann so bald wie möglich lesen. Es ist ein typischer Fitzek, den ich, wenn ich in den letzten Tagen zum Lesen kam, kaum aus der Hand legen konnte. Man denkt immer, der Klappentext sei schon spannend und gruselig, aber das ist eigentlich in jedem Buch von Sebastian Fitzek, das ich bisher gelesen habe, erst der Anfang.

Man wird als Leser mitten in die Handlung hineingeworfen, was ich persönlich sehr mag. Außerdem schafft es der Autor in jedem seiner Bücher, einen komplett zu verwirren und in Falle dieses Buches hat er es auch geschafft, mich ein kleines bisschen paranoid zu machen, sodass man sich noch besser in die Hauptfigur Leon hineinversetzen kann. Wieder und wieder fragt man sich – wer lügt? Und was ist hier eigentlich los?! Am Ende des Buches bekommt man dann die große Überraschung präsentiert, mit der ich wirklich nicht gerechnet hatte!

Hier vergebe ich 3 von 5 Sternen.

[Kurzrezension]: George R.R. Martin, „Die Saat des goldenen Löwen“

Die Saat des goldenen Löwen“ (A Song of Ice and Fire #2) von George R.R. Martin

Gelesen vom 15.03.2013 bis 25.03.2013

Nach einer längeren Pause habe ich jetzt endlich den zweiten Teil des zweiten Bandes des „Lieds von Eis und Feuer“ gelesen. Ich werde hierzu nicht sehr viel schreiben, da ich niemanden spoilern möchte, der die Reihe noch nicht gelesen hat. Deshalb werde ich so gut wie gar nichts zum Inhalt des Buches schreiben.

Bevor ich das Buch zur Hand nahm, hatte ich befürchtet, ich würde Schwierigkeiten haben, wieder in die Geschichte hineinzufinden, da das Buch ja der zweite Teil des zweiten Bandes im Original darstellt, ich also mitten in der Geschichte wieder einsteigen musste. Das war aber gar nicht der Fall. Ich habe mich sehr schnell wieder erinnert, was zuvor alles passiert war und konnte der Geschichte sofort wieder folgen.

Ich finde es immer noch unglaublich, was für eine tolle und komplexe Welt Gerorge R.R. Martin da geschaffen hat und er hat meine Hochachtung dafür, dass er noch den Überblick über die vielen Charaktere und Intrigen behält, die er geschaffen hat. Was mir auffiel, war, dass man in diesem Buch nur wenig über Danaeris erfährt, dafür allerdings umso mehr von Cersei, Jamie und Tyrion Lennister.

Das Buch war – wie auch die anderen Bände davor – sehr spannend und, da die einzelnen Kapitel immer aus der Sicht einer anderen Person erzählt werden, auf jeden Fall auch abwechslungsreich. Ich hatte in der Zeit, in der ich das Buch gelesen habe, nicht sehr viel Zeit und auch nicht sehr viel Ruhe um zu lesen, aber das Buch hat mich trotzdem immer wieder gefesselt und jetzt bin ich doch sehr versucht, mir die nächsten zwei deutschen Bände in nächster Zeit zu besorgen, um weiterlesen zu können.

Wer diese Reihe noch nicht gelesen hat und wer mittelalterlich angehauchten Geschichten mit sehr wenigen Fantasy-Elementen etwas abgewinnen kann, sollte diese Bücher auf alle Fälle lesen. Anfangs verwirren einen die vielen verschiedenen Charaktere sehr, aber nach den ersten 50 Seiten des ersten Bandes ist es meiner Meinung nach nicht mehr so schlimm und stört nicht beim Lesen.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Reihenfolge:
Die Herren von Winterfell (A Song of Ice and Fire #1)
Das Erbe von Winterfell (A Song of Ice and Fire #1)
Der Thron der sieben Königreiche (A Song of Ice and Fire #2)
Die Saat des goldenen Löwen (A Song of Ice and Fire #2)
Sturm der Schwerter (A Song of Ice and Fire #3)
Die Königin der Drachen (A Song of Ice and Fire #3)
Zeit der Krähen (A Song of Ice and Fire #4)
Die dunkle Königin (A Song of Ice and Fire #4)
Der Sohn des Greifen (A Song of Ice and Fire #5)
Ein Tanz mit Drachen (A Song of Ice and Fire #5)

 

[Rezension]: Victoria Thompson, „Murder on Mulberry Bend“

Murder on Mulberry Bend“ (A gaslight mystery #5) von Victoria Thompson

Gelesen vom 06.03.2013 bis 14.03.2013

Eine liebe Freundin hat mich vor einigen Jahren auf diese Krimiserie von Victoria Thompson, die im 19., beginnenden 20. Jahrhundert spielt, aufmerksam gemacht. Und ich bin ihr immer noch echt dankbar dafür, obwohl ich es jetzt gerade einmal bis zu Band 5 geschafft habe. Aber die anderen Bände werden ganz sicher noch folgen!

Zusammen mit dem Witwer Richard Dennis besucht Sarah eine Mission, die sich um junge, mittellose Frauen, die von ihren Familien verstoßen wurden, kümmert und dafür sorgt, dass die Mädchen einen ehrbaren Beruf erlernen und nicht als Prostituierte auf der Straße landen. Dennis‘ Frau hatte vor ihrem Tod ehrenamtlich in der Misson geholfen. Dennis versucht durch den Besuch und das Gespräch mit der Leiterin der Mission, mehr über seine verstorbene Frau zu erfahren, die er leider nur sehr oberflächlich kannte, da die beiden in der kurzen Zeit, in der sie verheiratet waren, kaum Zeit füreinander hatten.

Am Tag danach wird eine junge Frau im Park tot aufgefunden. Sie sieht aus wie Sarah Brand und trägt auch deren Klamotten, was Frank Malloy völlig in Panik verfallen lässt…

Mehr möchte ich vom Inhalt an dieser Stelle eigentlich noch nicht verraten, ich will ja niemanden spoilern. Ich brauchte wieder eine ganze Weile, bis ich in das Buch hineinkam. Das habe ich bei diesen Büchern aber immer und weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich zuvor meist ein Buch auf deutsch gelesen habe, oder ob es mit der Erzählweise der Anfangsphase dieser Krimis zusammenhängt. Nach einigen Seiten war ich aber wieder ganz nah am Geschehen und fieberte mit.

Ich liebe es, wie Victoria Thompson dieses längst vergangene New York wieder auferstehen lässt und wie realistisch sie die Lebensweise und auch die Moralvorstellungen der Menschen der damaligen Zeit beschreibt. Ich tauchte wieder völlig in diese Welt ein und habe mich sehr über Malloys Eifersucht amüsiert, die ihn immer dann packt, wenn ein potentieller „Nebenbuhler“ Sarah Brandt zu nahe kommt. Ich mag diese sehr dezente Liebesgeschichte zwischen den beiden, die kein bisschen von jeweiligen Mordfall ablenkt und einfach zur Geschichte dazugehört. Ich bin auch schon sehr gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Sarah und Frank weiterentwickeln wird.

Somit beinhaltet das Buch nicht nur Spannung, sondern auch Witz und eine ganz zarte, beinahe unauffällige Liebesgeschichte. Mir hat es sehr gut gefallen und den „Showdown“ am Schluss fand ich diesmal ganz besonders gelungen. Die gesamte Krimireihe ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Reihenfolge:
Murder on Astor Place (Gaslight Mystery, #1)
Murder on St. Mark’s Place (A Gaslight Mystery, #2)
Murder on Gramercy Park (A Gaslight Mystery, #3)
Murder on Washington Square (A Gaslight Mystery, #4)
Murder on Mulberry Bend (A Gaslight Mystery, #5)
Murder on Marble Row (A Gaslight Mystery, #6)
Murder on Lenox Hill (A Gaslight Mystery, #7)
Murder in Little Italy (A Gaslight Mystery, #8)
Murder In Chinatown (A Gaslight Mystery, #9)
Murder On Bank Street (A Gaslight Mystery, #10)
Murder On Waverly Place (A Gaslight Mystery, #11)
Murder on Lexington Avenue (A Gaslight Mystery, #12)
Murder on Sisters‘ Row (A Gaslight Mystery, #13)
Murder on Fifth Avenue (A Gaslight Mystery, #14)
Murder in Chelsea (A Gaslight Mystery, #15)

[Rezension]: Jodi Picoult, „Schuldig“

„Schuldig“ von Jodi Picoult

Gelesen vom 28.02.2013 bis 05.03.2013

Die vierzehnjährige Trixie wird von ihrem Freund Jason verlassen, was sie in tiefe Verzweiflung stürzt. Jason war ihre große Liebe und jetzt soll das alles einfach so vorbei sein, nur, weil Jason das möchte. Es tut ihr weh, ihn in der Schule mit einer anderen sehen zu müssen und es schmerzt ebenfalls, von ihm nach hause gefahren zu werden und dabei genau zu wissen, dass zwischen ihnen nichts mehr so ist, wie es vor einigen Tagen noch war. Sie hofft, Jason auf einer Party eifersüchtig zu machen und ihm vor Augen zu führen, dass seine Entscheidung, sich zu trennen, falsch war. Doch dann wird Trixie auf dieser Party von Jason vergewaltigt und als Jason wenig später stirbt, ist das Leben, wie Trixie und ihre Eltern es führten, nicht mehr möglich und die Familie droht an den Ereignissen und auch an den Geheimnissen, die jeder vor den anderen hat, zu zerbrechen.

Ich hatte ja schon „Beim Leben meiner Schwester“ und „90 Minuten“ von Jodi Picoult gelesen und war daher sehr gespannt, ob dieses Buch den anderen Büchern ähneln würde oder nicht und vor allem, ob es mir genauso gut gefallen würde, wie die anderen beiden Bücher. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Besonders spannend fand ich den Umstand, dass ich als Leser zu Anfang des Buches völlig davon überzeugt war, dass Trixie wirklich von Jason vergewaltigt worden war, ich mir einige Kapitel danach dann aber nicht mehr hundertprozentig sicher war. Jodi Picoult schafft es, bei solch heiklen Themen wie Vergewaltigung und selbstverletzendem Verhalten einerseits die Handlung realistisch und nicht zu subjektiv dazustellen, aber andererseits fühlt man mit jedem ihrer Charaktere. Ihre Bücher handeln immer von Themen, die sehr schwierig sind, sie schafft es aber, einem viele mögliche Meinungen und Sichtweisen auf dieses Thema nahezubringen, ohne dabei irgendeine dieser Meinungen oder Sichtweisen zu werten. Und das ist es, was ihre Bücher zu etwas besonderem macht.

Ein weiteres Highlight dieses Buches waren die Comics, die zwischen den einzelnen Kapiteln auftauchten und die ebenfalls die Handlung vorantrieben. Trixies Vater ist von Beruf Comiczeichner und verarbeitet die Geschehnisse in seinem neuesten Comic. Mir hat es nichts ausgemacht, immer wieder von Fließtext im Roman in Comicform zu wechseln, ich fand es toll.

Das einzige Manko dieses Buches ist für mich der Umstand, dass man als Leser keinen wirklichen Einblick in Jasons Gefühlswelt bekam. Man durfte nicht erfahren, wie Jason die Geschehnisse erlebte, was mich selbst sehr interessiert hätte. Der Schluss hat mich irgendwie auch nicht so richtig zufriedengestellt. Ich weiß, dass in Büchern von Jodi Picoult die Schuldfrage eigentlich nie geklärt wird und eigentlich mag ich offene Enden sehr, aber diesmal erschien mir das Ende des Buches irgendwie zu einfach, weil keine einzige Frage geklärt war.

Alles in allem lohnt es sich aber trotzdem, das Buch zu lesen.

Hier vergebe ich 3 von 5 Sternen.

[Rezension]: Craig Russel, „Walküre“

Walküre“ von Craig Russell

Gelesen vom 20.02.2013 bis 27.02.2013

Hauptkommissar Jan Fabel hat in seinem fünften Fall auch mit privaten Problemen zu kämpfen. Seine Freundin, die Polizeipsychologin Susanne findet, er habe zu wenig Zeit für sie. Seine Tochter möchte gerne zur Polizei und seine Ex-Frau, die damit gar nicht einverstanden ist, macht ihn dafür verantwortlich und möchte, dass er ihr diese Idee sofort wieder ausredet.

Aber auch beruflich läuft nicht alles rund – Fabel ist sich nicht sicher, ob eine Mitarbeiterin in seinem Team auf Dauer noch tragbar ist und auf der Reeperbahn wird einem britischen Popstar der Bauch aufgeschlitzt. Bevor er im Krankenhaus stirbt, kann er nur noch die Nachricht seiner Mörderin überbringen: Der Engel ist wieder zurück.

Doch Fabel ist sich von Anfang an nicht sicher, ob dieser Mord wirklich das Werk des Engels von St. Pauli war, der vor zehn Jahren schon einmal auf der Reeperbahn sein Unwesen trieb. Denn bald wird ein serbischer Schwerverbrecher ermordet und einiges deutet darauf hin, dass drei junge Frauen in der ehemaligen DDR von der Stasi als Profikillerinnen, als „Walküren“ ausgebildet wurden. Sie sollten im Westen Auftragsmorde begehen. Ist der Engel nun wirklich zurück, oder hat eine der Walküren die Morde begangen? Existierten die Walküren überhaupt?

Vielleicht war es nicht so klug, nachdem ich vor Jahren (ich glaube, es war 2009) den ersten Band der Thriller-Reihe um Kommissar Jan Fabel gelesen habe, jetzt mit Band 5 weiterzumachen. Aber der Klappentext reizte mich und was mich noch mehr dazu gebracht hat, dieses Buch zu lesen, war das wunderschöne Cover. Es war auch nicht so verwirrend, wie ich vorher dachte, nach Band 1 gleich Band 5 zu lesen, da ich vom Privatleben Fabels, wie ich gestehen muss, sowieso nicht mehr so viel wusste.

Den Schreibstil fand ich sehr gut, was mir auch gefallen hat, war, dass immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt wurde. Es ist in Thrillern ja mehr als üblich, dass ein Teil aus der Sicht des Mörders erzählt wird, aber hier fand ich die Passagen aus der Sicht der Walküre – oder eben doch aus der Sicht des „Engels von St. Pauli“? – besonders spannend. Man bekam hier Einblick in das Leben einer Frau, die einen Auftragsmord auch nur als „Auftrag“ versteht und nichts anderes. Die Menschen tötet, wie andere Leute Akten bearbeiten und sich danach wieder ihrer Freizeit widmet. Mich ließ das nicht so kalt, vor allem, da es bei Craig Russel generell immer ziemlich blutig zugeht.

Dabei war das Buch stellenweise auch wirklich witzig, z.B. wenn es um Fabels Privatleben ging und seine Ex-Frau ihn dazu drängte, seiner Tochter klar zu machen, dass sie auf keinen Fall wie ihr Vater zur Polizei gehen solle. Und mit diesem Ende hat mich Mr. Russel dann total überrascht. Mit dieser Auflösung hätte ich im Leben nicht gerechnet!

Deshalb gibt es hier von mir auch 4 von 5 Sternen.

[Rezension]: S.J. Watson, „Ich. Darf. Nicht. Schlafen“

Ich. Darf. Nicht. Schlafen“ von S.J. Watson

Gelesen vom 15.02.2013 bis 20.02.2013

Christine wacht morgens neben einem unbekannten, sehr viel älteren Mann auf. Sie weiß nicht, wo sie ist und gerät in Panik. Als sie ins Bad läuft und in den Spiegel schaut, muss sie feststellen, dass sie zwanzig Jahre älter ist, als sie dachte und nach den Erklärungen der Mannes, der zusammen mit ihr im Ehebett liegt, macht ihre Situation Sinn. Der Mann, neben dem sie aufgewacht ist, ist Ben, ihr Mann. Seit ihrem Unfall vor über 20 Jahren, nach dem sie mehrere Monate im Koma lag, vergisst sie jede Nacht im Schlaf alles, was sie vorher über ihr Leben wusste.

Ihr Mann Ben pflegt sie seitdem aufopferungsvoll, da sie ohne ihn völlig hilflos ist. Dann findet sie allerdings ein Tagebuch, das nur sie geschrieben haben kann, in dem eine ganz andere Geschichte steht…

Der Klappentext hatte mich schon auf das Buch neugierig gemacht und als meine Eltern und mein Freund es dann auch noch der Reihe nach lasen und toll fanden, wollte ich es unbedingt lesen.

Ich wurde wirklich nicht enttäuscht! Christine war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich fühlte praktisch vom ersten Satz an mit ihr mit. Sie befindet sich in einer sehr seltsamen, scheinbar ausweglosen Situation, da sie immer, wenn sie im Tiefschlaf war, alles vergessen hat, was am Tag zuvor geschehen ist. Von Ben bekommt sie alles wieder im Detail erklärt und fragt sich dabei, wie viele Male er das schon getan hat – immer wieder.

Anfangs vertraut sie Ben noch, doch dann ruft ein Arzt an und erzählt ihr von ihrem Tagebuch, dass sie dann auch findet. Plötzlich weiß Christine nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Stimmt das, was sie in ihr Tagebuch geschrieben hat? Es erscheint ihr so unglaublich. Kann sie ihrem Mann trauen? Kann sie dem Arzt trauen, der sie auf dem Zweithandy anruft, von dem Ben nichts weiß? Kann sie überhaupt jemandem trauen?

Irgendwann ging es mir wie Christine – ich hatte das Gefühl, jeder lügt und hatte nicht einmal mehr eine Ahnung, wer es vielleicht gut mit ihr meinen könnte. Aber genau das machte das Buch so unglaublich spannend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Ende war für mich eine echte Überraschung, da ich damit absolut nicht gerechnet hätte.

Ein sehr spannender Psychothriller, den ich nur weiterempfehlen kann.

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

[Gelesene Bücher]: Lesemonate Januar und Februar

Erst in den letzten Tagen kam mir die Idee, dass ich hier auch jeden Monat auch einen Überblick über meine gelesenen Bücher geben könnte. Besser spät als nie, hier also meine Monatsstatistiken für Januar und Februar:

Gelesen im Januar:

01. Stephen King, „Der Anschlag“ – 5/5
02. Rita Mae Brown, „Die Weihnachtskatze: Ein Fall für Mrs. Murphy“ – 1/5
03. Laura Brodie, „Stimmen in der Nacht“ – 3/5
04. Jussi Adler-Olsen, „Verachtung“ – 5/5

Dafür, dass ich im Januar meine letzte Klausur geschrieben habe und einige Bachelorarbeiten korrekturgelesen habe, war das ein ganz guter Lesemonat.

Gelesen im Februar:

05. Marie-Sabine Roger, “Das Labyrinth der Wörter” – 3/5
06. Kai Meyer, “Arkadien erwacht” – 4/5
07. Veronica Roth, “Insurgent” – 4/5
08. Rainer Löffler, “Blutsommer” – 4/5
09. Volker Klüpfel und Michael Kobr, “Rauhnacht” – 5/5
10. S. J. Watson, „Ich.darf.nicht.schlafen.“ – 4/5
11. Craig Russel, „Walküre“ – 4/5

Dafür habe ich im Februar so viel gelesen wie schon lange nicht mehr. Ich hatte aber auch nicht so viel zu tun und auch wenn ich seelisch unter Strom stand, habe ich noch genug Zeit gefunden, um zu lesen. Von mir aus könnte das immer so sein. Auch die Bücher, die ich gelesen habe, haben mir eigentlich alle sehr gut gefallen.