[Rezension] Veronica Roth, „Insurgent“

„Insurgent“ von Veronica Roth

Gelesen vom 01.02.2013 bis 06.02.2013

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung von „Divergent“, ich brauchte nur ein wenig, um in „Insurgent“ hineinzukommen, da es schon eine Weile her war, seit ich den ersten Teil der Trilogie gelesen hatte.

Achtung, Spoiler! Wer den ersten Band nicht gelesen hat, sollte hier nicht unbedingt weiterlesen!

Tris und Tobias sind nun bei den Amity untergekommen, allerdings ist Tris nicht wirklich glücklich mit ihrer Momentanen Situation. Einige der Dauntless stehen immer noch unter der mentalen Beeinflussung Janines und der Erudite. Somit stehen Tris und die anderen andauernd unter Strom und leben in der Gefahr, von Janine manipuliert zu werden.

Zusätzlich dazu macht sich Tris bittere Vorwürfe, da sie einen ihrer besten Freunde erschossen hat. Zwischen Tobias und ihr bahnt sich zwar eine Liebesbeziehung an, allerdings haben beide Geheimnisse voreinander, was das Miteinander mit der Zeit etwas schwierig gestaltet. Langsam aber sicher entsteht zwischen Tris und Tobias eine Mauer, die Tris allerdings überwinden könnte, wenn sie nur über ihren Schatten springen und Tobias alles erzählen würde.

Doch das tut sie nicht, ganz im Gegenteil. Tris war mir in diesem zweiten Band der Trilogie immer noch sehr sympathisch, allerdings konnte ich einige Aktionen von ihr überhaupt nicht nachvollziehen. Das fand ich nicht schlimm, schließlich können sich Romanfiguren nicht immer so verhalten, wie man selbst das gerne hätte. Ihre Entscheidungen haben mich nur oft mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend zurückgelassen, da ich mir sicher war, dass sie Tobias verletzen würden.

Über einige Charaktere, wie zum Beispiel Tobias oder auch seine Eltern hätte ich gerne mehr erfahren. „Insurgent“ lässt den Leser am Ende mit genauso vielen Fragen zurück, wie es schon der Vorgänger „Divergent“ getan hat. Es ist ein sehr spannungsgeladenes Buch, sowohl, was die Beziehungen der Charaktere untereinander, als auch was deren Handlungen angeht.

Mir fällt es nur schwer, mehr zu diesem Buch zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. „Insurgent“ hat mich sehr gefesselt und ich habe mit Tris und den anderen mitgelitten, obwohl ich manche ihrer Entscheidungen so nicht nachvollziehen konnte und anders gehandelt hätte. Die Welt, die Veronica Roth hier erschaffen hat, ist definitiv keine Welt, in der ich leben wollen würde und ich bin sehr gespannt, zu welchem Ende die Trilogie mit dem letzten Band kommen wird. Manches Mal klang – zumeist bei Tobias- durch, dass sich einige der Menschen durchaus nach einer Welt ohne Einteilung in Fraktionen sehnen. Nach einer Welt, in der auch die Menschen einen Platz haben, die sich in keine oder in mehrere der Fraktionen passen, ihren Platz haben und nicht an den Rand der Gesellschaft befördert oder gar gejagt werden.

Ich kann mir nur noch nicht vorstellen, wie das zu schaffen sein soll. Aber ich werde mich im dritten Band natürlich gerne überraschen lassen!

Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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