[Rezension] Marie-Sabine Roger, „Das Labyrinth der Wörter“

„Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger

Gelesen vom 20.01.2013 bis zum 26.01.2013

Eine Freundin hatte mir die Verfilmung dieses Buches schon vor einem Jahr ans Herz gelegt und als ich das Buch dann in der Buchhandlung liegen sah, musste ich es einfach kaufen. Es klang so toll und auch die ersten Sätze hatten es mir angetan:

„Ich habe beschlossen, Margueritte zu adoptieren. Sie feiert bald ihren sechsundachtzigsten Geburtstag, da sollte man nicht zu lange warten. Alte Leute sterben gern.“

Germain Chaze ist nicht gerade der Hellste. Aber er ist eine Seele von Mensch. Als er eines Tages Margueritte im Park trifft, die auf „seiner“ Bank sitzt und, genau wie er, Tauben zählt, verändert sich sein Leben. Denn es ist Margueritte, die Germain mit Büchern bekannt macht. Die ihn dadurch, dass sie anfängt, ihm regelmäßig vorzulesen, erkennen lässt, dass spannende und ihn berührende Geschichten in Büchern stecken. Die ihm eines dieser tollen Bücher sogar schenkt. Das Problem ist nur, dass Margueritte nicht weiß, dass Germain gar nicht lesen kann…

„Das Labyrinth der Wörter“ hat mir jetzt nicht total umgehauen, aber die kleine, wunderschöne Geschichte hat mir wirklich gefallen. Germain wuchs zumindest mir sofort ans Herz, auch wenn er Anfangs einige Ansichten hatte, die ich wirklich nicht teilen konnte. Aber ich fand es faszinierend zu lesen, wie bei jemandem, der kaum lesen kann und sich bis vor kurzem gar nicht mit Büchern beschäftigt hat, plötzlich „der Funke überspringt“ und er merkt, wie sein Leben durch Bücher viel spannender wird und sich ihm ganz neue Welten eröffnen.

Es war auch schön zu sehen, wie schnell Margueritte und Germain einander ans Herz wachsen und was für eine feste Bindung zwischen den beiden so unterschiedlichen Menschen entsteht. Es hätte mich interessiert, mehr über die alte Dame und ihr Leben zu erfahren, denn davon bekam man, da die Handlung der Geschichte von Germain erzählt wird, nicht so viel mit.

Insgesamt fand ich die Geschichte aber wunderschön und manchmal auch traurig. Es wird erzählt, wie zwei ganz unterschiedliche Menschen sich durch die Liebe zu Büchern miteinander anfreunden – und Bücher über Bücher und das Lesen lese ich eigentlich immer gern!

Bei diesem Buch vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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